Ich geh mit meiner Laterne… St. Martin, Martinsgans, Laternen und der Nussmärtel

Ich geh mit meiner Laterne… St. Martin, Martinsgans, Laternen und der Nussmärtel

Für viele Menschen ist der späte Herbst eine düstere Jahreszeit. Es wird früher dunkel und es ist schon deutlich kühler als noch vor wenigen Tagen. Wir aber finden, dass jede Jahreszeit schön ist und freuen uns vor allem in den kühleren Monaten auf gemütliche Bastelnachmittage, auf kuschelige Leseabende, Kerzenlicht, Plätzchenbacken usw. In unserer Familie gibt es für jede Jahreszeit Traditionen, die wir immer sehr gerne aufrecht erhalten.

So ist es im Spätherbst bei uns üblich, Laternen zu basteln. Ich hatte euch ja bereits unsere Laterne für unsere jüngste Tochter gezeigt, die wir in der Krabbelgruppe aus alten PET-Flaschen und Topfputzern gebastelt haben. Zu Hause haben wir aus Bastelsets noch schnelle Laternen gemacht, die ihr auch schon gesehen habt. Und auch im Kindergarten wurden die Kinder bestens auf St.Martin vorbereitet.

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So zog z.B. kürzlich, als ich unsere mittlere Tochter abholte, ein leckerer Plätzchenduft durch den Kindergartenflur. Unsere Kinder hatten wunderschöne Martinsgänse gebacken, von denen sie natürlich auch eine mit nach Hause nehmen durften. Die anderen waren schon im Kindergarten verspeist worden.

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Und auch Laternen wurden im Kindergarten gebastelt. Ich finde, sie sind wieder einmal wunderschön geworden. Unsere Tochter war sehr stolz auf ihre bunte Laterne und hat sie dann auch gleich zum örtlichen Laternenumzug am Freitag ausgeführt. Dann wurde noch eine süße kleine Martinsgans aus Papier mit einer echten Gänsefeder im Kindergarten gebastelt!

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Wir gehen mit unseren Kindern sehr gerne auf Laternenumzüge und freuen uns schon immer darauf. In diesem Jahr führte der Hort in der Kirche ein St. Martins-Spiel auf. Dann sangen die Kindergartenkinder noch einige Lieder und jeder bekam eine gebackene Martinsgans, bevor es nach draußen ging.

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Unsere Martinsgänse wurden natürlich sofort gegessen und sie haben allen bestens geschmeckt. ich musste mich beeilen, davon noch Fotos zu machen.

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Vor der Kirche warteten schon St.Martin auf einem echten Pferd und die Musikkapelle.Und natürlich stellten sich unsere beiden großen Mädchen mit ihren besten Freundinnen zum Umzug auf. In einem langen Zug ging es dann mit leuchtenden Laternen und Martinslieder singend zum Kindergarten, wo schon heißer Kinderpunsch, Lebkuchen und Leberkässemmeln auf uns warteten. Am Kindergarten ist auch jedes Jahr ein Lagerfeuer entzündet, was das Ganze sehr stimmungsvoll macht.

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Gut gestärkt und mit leuchtenden Laternen liefen wir nach der Veranstaltung müde nach Hause. Doch auch die Müdigkeit konnte uns nicht davon abhalten, noch weitere Laternenlieder zu singen, bis wir zu Hause ankamen.

In ein paar Tagen geht es zum Krabbelgruppenlaternenumzug, der auch immer sehr schön ist, da er oben auf dem Berg auf dem Klostergelände stattfindet.

Aber heute Abend kommt erst einmal der Nussmärtel zu uns. Er wird den Kindern Süßigkeiten, Nüsse und Mandarinen vor die Tür stellen. Und uns bringt er traditionell auch immer die heiß ersehnten Adventskalender. Also, seid heute Abend schön leise und lauscht gut, denn es kann sein, dass auch an eurer Tür der Nussmärtel klopft, wenn es dunkel wird…

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2 Gedanken zu “Ich geh mit meiner Laterne… St. Martin, Martinsgans, Laternen und der Nussmärtel

  1. Guten Morgen, Meredina,

    finde ich toll, dass ihr noch so viele schöne Traditionen wie Kirche mit St. Martins-Reiter und den Nussmärtel habt. In Berlin wird meistens überall nur Halloween gefeiert. Den St. Martin kennen die meisten Kinder gar nicht, da Berlin protestantisch ist.

    Nur die meisten Berliner Privatschulen (auch Waldorfschulen) bringen den Schulkindern die Figur des St. Martin mit allem Drum und Dran nahe, weil es zum deutschen Kulturgut gehört und sperren Halloween konsequent aus.

    Ich selber komme ursprünglich aus einem katholischen Umfeld und dass eure Martinsgans ausnahmsweise mal gebacken wurde, finde ich toll und werde das nächstes Jahr wohl übernehmen. Ein normales Gänseessen machen wir auch nie, aber ich weiß, dass es in katholischen Bundesländern bis heute Tradition ist.

    Einen schönen Herbst euch noch …

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    1. Hallo liebe Maria,
      danke für deinen netten Kommentar. Ja, ich finde es wichtig, den Kindern alte Traditionen näherzubringen. Ich finde, das sollte nicht in Vergessenheit geraten. Ich denke heute noch sehr gerne an die Laternenumzüge und Martinsfeiern zu meiner Kindheit zurück. Und auch unsere Kinder sollen sich später einmal gern daran erinnern. Deswegen wird bei uns St. Martin traditionell gefeiert mit gebackenen Martinsgänsen, selbst gebastelten Laternen usw. (Auch wenn wir alljährlich eine Halloweenparty machen…). Und was gibt es Schöneres als leuchtende Kinderaugen beim Martinsspiel oder beim Laternenumzug. Und heute Abend kommt zu uns auch der Nussmärtel und wird unseren Kindern Süßes, Mandarinen und Nüsse vor die Haustür stellen. Leider kennen die meisten Kinder diesen Brauch nicht mehr. Meine Kinder waren heute Morgen jedenfalls schon sehr aufgeregt. Ich mache mich jetzt heimlich ans Packen der Säckchen…
      Liebe Grüße!

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