Martin Sudermann: XXX-Ein Atomkraft-Krimi

Martin Sudermann: XXX-Ein Atomkraft-Krimi

xatomkrimi3-10-2013

Nun, wenn es abends früher dunkel ist, die Kinder im Bett sind und Ruhe im Haus eingekehrt ist, mache ich es mir oft mit einer kuscheligen Decke, einer Tasse Tee und einem guten Buch vor dem Kamin gemütlich. Gerne darf es da ein spannender Krimi sein. In den letzten Tagen habe ich Martin Sudermanns : XXX – Ein Atomkraft-Krimi gelesen.

Sudermann kannte ich als Autor bisher noch nicht. Der Krimi hätte mich, ehrlich gesagt, in einer Buchhandlung nicht angesprochen. Das Buchcover ist komplett in Schwarz gehalten, nur die drei „X“ des Titels sind gelb. Sieht man sich diese gelben Buchstaben genauer an, erkennt man Fässer darin, in denen Atommüll lagert. Und auch der Titel selbst hätte jetzt nicht unbedingt meine Aufmerksamkeit auf dieses Buch gezogen. Der Sutton-Verlag machte es mir aber möglich, diesen Krimi zu lesen, und so war ich schon sehr auf den Inhalt gespannt.

Holger Becker ist seit Jahren ein aktiver Atomkraftgegner und protestiert deswegen im Herbst 2010 gegen einen Castortransport. Nur zwei Tage später wird seine Leiche gefunden. Angeblich sei er in einem flachen Bach ertrunken. So richtig glaubt niemand seiner Freunde an einen tragischen Unglücksfall und so beginnt Beckers Freund, der Journalist Thomas Krüdewagen auf eigene Faust zu ermitteln. Auch er war früher aktiver Atomkraftgegner und hat noch einige Kontakte,die ihm bei seinen Nachforschungen behilflich sein könnten.

Sehr gut gefällt mir, dass der Krimi aus zwei Handlungssträngen besteht. Einer davon spielt in der Gegenwart und beschäftigt sich mit den Ermittlungen Krüdewagens. Der andere Strang klärt den Leser über die Vergangenheit des Opfers auf, beschreibt sein Leben und seine Aktivitäten als Atomkraftgegner. Als Leser gelangt man deswegen immer mehr in die Geschichte hinein, bekommt immer mehr Informationen und beginnt schließlich selbst zu ermitteln.

Nebenbei erfährt man viel über die Anti-Atomkraftbewegung. Somit wirkt der Roman sehr authentisch. Alles scheint vom Autor gut recherchiert zu sein.

Das Ende des Krimis ist überraschend, mehr möchte ich nicht verraten. Ich finde, es bleiben auch ein paar Fragen offen, aber das muss wohl so sein, damit man nach der Lektüre noch länger über diesen Fall nachdenkt.

Mir hat der Krimi recht gut gefallen, wenn ich auch das Buchcover und den Titel anfangs nicht sehr ansprechend fand. An manchen Stellen blockieren meiner Meinung nach die geschichtlichen und poitischen Informationen über die Anti-Atomkraft-Bewegung etwas die Handlung des Krimis, auch wenn diese Informationen durchaus interessant sind.

Ich kann diesen Krimi aber bestens weiterempfehlen, vergebe insgesamt vier von fünf Sternchen!

Vielen Dank an den Sutton-Verlag, dass ich diesen spannenden Krimi testlesen durfte!

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