Gelesen im April 2014

Gelesen im April 2014

Im letzten Monat habe ich neben den zu rezensierenden Büchern noch zwei weitere Romane gelesen. Diese möchte ich euch heute noch kurz vorstellen.

gelesenapril2014

Antonia Michaelis: Der Märchenerzähler

Dieses Buch hat mir eine meiner Freundinnen, die Leiterin der örtlichen Bücherei ist, empfohlen. Sie hat nämlich schon von mehreren Lesern gehört, dass sie bei der Lektüre dieses Buches weinen mussten oder sehr traurig waren. Da war ich dann doch sehr gespannt auf dieses Werk.
Anfangs liest es sich wie ein Jugendroman, in dem es um Schule, Probleme und erste Liebschaften geht. Abel ist ein Außenseiter in der Schule. Er dealt mit Drogen, schwänzt oft die Schule. Anna verliebt sich in ihn, hält das aber vor Freundinnen geheim. Sehr gut gefällt Anna, dass sich Abel rührend um seine kleine Schwester kümmert und dass er ihr und der Schwester wundervolle Märchen, die er sich selbst ausgedacht hat, erzählt. Irgendwann in der Mitte des Buches weiß man nicht mehr, ob das Märchen auch wirklich nur ein Märchen ist, oder ob Abel eine grausame Wirklichkeit erzählt und Anna und seine Schwester vor etwas warnen möchte. Seltsam erscheint Anna, dass Abel nicht viel von seinen Eltern erzählt. Und bei ihren Besuchen in Abels Wohnung wird ihr immer klarer, dass er dort mit der kleinen Schwester allein wohnt. Angeblich sei die Mutter davongelaufen. Und dann geschieht der erste Mord…
Ich fand das Buch auf den ersten Seiten und etwa bis zur Hälfte nicht schlimm. Deswegen habe ich mich immer wieder gefragt, warum viele Leser den Roman so bewegend fanden. Doch dann änderte sich der Plot, es geschahen seltsame und schlimme Dinge und ich war regelrecht gefesselt. Das Ende fand ich erschreckend. Aber mehr will ich hier nicht verraten… Jedenfalls liest sich das Buch sehr gut und flüssig. Geweint habe ich zwar nicht, aber etwas entsetzt war ich am Schluss dann doch und habe noch lange über die Geschichte nachgedacht!

447 Seiten

Alfred Goubran: Durch die Zeit in meinem Zimmer

Dieses Buch habe ich von meiner Mama geschenkt bekommen. Auch sie hat es gelesen und sie fand es gut. Es ist keine leichte Lektüre, sondern doch etwas Tiefgründigeres. Während der Lektüre muss man schon mitdenken und kann das Buch also nicht mal schnell zwischendurch lesen. Ich aber fand es toll. Es erinnerte mich etwas an Kafka.
Wie  beim oberen Buch verschwimmen auch hier irgendwann die Grenzen zwischen Realität und Traum. Elias lebt allein, ist ein Träumer und hat kaum richtige Freunde. Er stammt aus wohlhabendem Elternhaus, lebt aber am Rande der Gesellschaft und ist dem Alkohol verfallen. Da erkrankt Elias plötzlich und verfällt körperlich immer mehr. Hier beginnt die zweite Handlungsebene des Buches mit einer Reise zu einem schwarzen Schloss und man weiß nicht, ob Elias das wirklich erlebt, oder ob ihm seine Sinne einen Streich spielen und er das Ganze nur träumt.
Die Sprache ist sehr metaphorisch und bildlich. Man legt das Buch oft zur Seite und denkt über das eben Gelesene nach. Ein philosophisches, tiefgründiges Buch, das mir wirklich gut gefallen hat.
Schön finde ich das Cover des Hardcoverbuches und dass das Buch ein Lesebändchen hat. Diesen Roman werde ich sicherlich wieder einmal zur Hand nehmen. Denn ich denke, auch beim zweiten Lesen kann man noch einiges erfahren…

196 Seiten

Gelesene Seiten insgesamt: 643

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