Gelesen im Juni 2014

Gelesen im Juni 2014

Im Juni habe ich einiges an Büchern geschafft. Die meisten der Bücher stammen aus der örtlichen Bücherei. Aber ich habe in diesem Monat auch Bücher gelesen, die ich schon lange unbedingt mal lesen wollte.

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David Safier: 28 Tage lang: Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen. Ich hatte es erst kürzlich in einem Werbeprospekt einer Buchhandlung gesehen. Da die Chefin unserer örtlichen Bücherei eine sehr gute Freundin von mir ist und immer neue Bücher dafür kauft, habe ich ihr gleich mal gemailt. Und nur kurz darauf hatte sie das Buch für mich in der Bücherei stehen.
Safier kannte ich bisher nur von lustigen Romanen, deswegen war ich auf die Umsetzung dieser sehr ernsten Thematik sehr gespannt. Das Buch ist eigentlich ein Jugendbuch, aber ich finde, auch als Erwachsener ist man von der Geschichte tief beeindruckt. Ich jedenfalls fand diesen Roman einfach sehr gut. Er spielt im Warschauer Ghetto, beschreibt die grausamen Ereignisse und das Leben verschiedener Menschen dort. Hauptperson ist die 16jährige Mira, die mit Schwester und Mutter im Ghetto lebt. Ihr Vater, ein Arzt, beging Selbstmord, weil er mit der ganzen Situation nicht mehr klar kam und ihr Bruder schloss sich der Judenpolizei an. Mit ihm haben sie kaum noch Kontakt. Der Ghettoalltag ist grausam, es gibt sehr viel Gewalt und fast nichts zu essen. Deswegen beginnt Mira für sich und ihre kleine Familie Essen zu schmuggeln. Irgendwann kommt sie mit einer Widerstandsgruppe im Ghetto in Kontakt und schließt sich ihr irgendwann an, als sie erfährt, dass alle Ghettobewohner umgebracht werden sollen. Es beginnt ein Kampf um Leben und Tod. Mira und den anderen bleiben 28 Tage.
Doch auch trotz all der Grausamkeiten und Verluste lieber Menschen im Ghetto gibt es auch zwei junge Männer, in die Mira sich verliebt. Für wen wird sie sich letztendlich entscheiden und wie viele Tage bleibt dieser jungen Liebe? Auch wenn Mira eine fiktive Person ist, leidet und fühlt man mit. Safier hat nämlich sehr gut recherchiert und beschreibt reale politische Ereignisse und die reale Situation der Menschen im Ghetto. Gerade deswegen ist der Roman auch so authentisch. wahnsinnig spannendes und mitreißendes Buch, über das man nach der Lektüre aber noch lange nachdenkt. Es geht schon ziemlich nah.

416 Seiten

Regina Schneider: Hofladenküche: Auch dieses Buch stammt aus der Bücherei. Ab und zu liebe ich es, in Kochbüchern zu schmökern, noch dazu wenn man auch noch so einiges mehr erfährt, z.B. über Hofläden, saisonale Produkte, Resteverwertung etc. Ich mag es gerne nach der Saison zu kochen. Da wir auch einen großen Garten haben, in dem so einiges an Obst und Gemüse wächst, schaue ich gern nach saisonalen Rezepten, die ich noch nicht kenne. Sehr schön an diesem Buch finde ich auch, dass es auch alte, vergessene Rezepte enthält. Ich werde sicherlich so einiges daraus nachkochen.

192 Seiten

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Risalka Reh: Sommer auf Balkonien
: Dieses Buch habe ich mir pünktlich zu den Pfingstferien aus der Bücherei geholt. Es ist eigentlich ein Jugendbuch,das ich aber für mich ausgeliehen habe. Als meine beiden großen Töchter mich dann fragten, worum es in diesem Buch geht, waren sie so neugierig, dass sie das ganze Buch von mir vorgelesen bekommen wollten. Und sie hatten mit ihren 7 und 5 Jahren großen Spaß. So haben wir uns also in den Garten gelegt oder uns auf eine unserer Bänke gesetzt und es wurde gelesen und gelauscht. Das Buch hatten wir in nur zwei Tagen durch und fanden es richtig schön.
Die beiden Kinder Pontus und Lenka fahren in den Ferien nicht in den Urlaub. Dafür bekommen sie den großen Balkon ihrer Wohnung für diese Zeit ganz für sich allein. Sie schaffen sich ihr eigenes Königreich und erleben so manches Abenteuer. Ihre Nachbarin wird zur Regentin eines anderen Königreiches und sie schreiben sich Zettelchen durch eine Dosenpost. Es gibt auch ein schönes Fest für ihre Eltern und die Nachbarin auf Balkonien, das die Kinder ganz allein vorbereiten. Und dann gibt es noch diesen ungezogenen, nervigen Nachbarjungen, vor dem nicht mal der Dackel des Hausmeisters sicher ist…
Ein wirklich bezauberndes Buch zum Dahinträumen.

112 Seiten

Li Hong: Der Duft meiner Heimat. Die wunderbaren Rezepte meiner chinesischen Familie: Und noch ein Kochbuch habe ich im Juni aus der Bücherei ausgeliehen. Hier findet man wirklich leckere chinesische Gerichte. Da ich gern asiatisch esse und koche, konnte ich mir aus diesem Buch tolle Anregungen holen. Sehr schön fand ich, dass die Rezepte eingebettet waren in die Familiengeschichte der Autorin. Es gab auch viele schöne alte Fotos. Ein wirklich tolles Buch, das ich nur empfehlen kann!

144 Seiten

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Thomasina Miers: Mexikansich kochen ganz einfach: Und dann habe ich mir diesen Monat noch ein weiteres Kochbuch aus der Bücherei geliehen. IIch esse und koche auch sehr gerne mexikanisch, deswegen habe ich sehr gerne in diese Kochbuch geschmökert. Auch hier werde ich einige Rezepte nachkochen. Die Autorin hat ein mexikanisches Restaurant in London. Tolle Bilder der Gerichte machen Lust aufs Nachkochen. Ein wirklich schönes Buch!

224 Seiten

Raymund Krauleidis: Achtung Globetrottel – Wovor Sie sich im Urlaub hüten sollten: Dieses Buch habe ich von meiner Mama bekommen. Es ist ein witziges Buch für zwischendurch und für die Urlaubszeit. Gelesen ist es ziemlich schnell und oft muss man wirklich schmunzeln. Es ist angeordnet wie ein Lexikon. Das Buch beschreibt Eigenheiten und „Krankheiten“ von Urlaubern und während des Lesens kann man sich bestens an Situationen im Urlaub erinnern, als man Menschen beobachtet hat, die sich genauso verhielten. Jeder kennt doch wohl die „Krankheit“ Sandalismus, bei der URlauber in „Schicken“Sandalen mit weißen Tennissocken herumlaufen.Oder habt ihr euch noch nie über diese Unart geärgert, dass manche Menschen schon um 5 Uhr morgens „ihre“ Liegen mit dem Handtuch reservieren oder immer die ersten sind, die ans Buffet stürmen… Das Buch ist also keine tiefgründige Lektüre, aber doch recht witzig zu lesen.

224 Seiten

Marlen Haushofer: Die Wand: Dieses Buch stand schon lange auf meiner Wunschliste. Kürzlich erst habe ich es bei ebay ersteigert und es dann an zwei Abenden gelesen. Ich bin immer noch total fasziniert von diesem tollen Buch, das bereits Ende der 60er Jahre erschien. Eine Frau um die 40, die im ganzen Roman namenlos bleibt, möchte mit einem befreundeten Ehepaar und dessen Hund ein Wochenende auf einer Jagdhütte in den Bergen verbringen. Das Ehepaar geht noch schnell ins Dorf, die Frau und der und bleiben auf dem Berg. Doch das Ehepaar kommt nicht mehr zurück und als die Frau sich auf die Suche nach den beiden machen möchte, stößt sie plötzlich auf dem Weg ins Dorf an eine unsichtbare Wand. Diese Wand schließt sie völlig ein, egal, in welche Richtung von der Hütte sie sich auf den Weg macht. Auf der anderen Seite der Wand gibt es zwar Menschen, doch scheinen diese tot zu sein, so wie alle Lebewesen jenseits der Wand. Die Menschen scheinen wie erstarrt, egal was sie gerade getan haben, sie hielten in dieser Bewegung inne. Die Frau beginnt sich nun mit ihrer auswegslosen Situation abzufinden. Irgendwann läuft ihr eine Kuh zu, dann eine Katze. Sie entdeckt auf der Hütte und auf einer auch innerhalb der Wand liegenden Alm Kartoffeln und Bohnen, mit denen sie sich einen Garten anlegt. Irgendwie muss sie ja überleben. Sie beginnt auch Wild zu jagen, denn in der Hütte gibt es ein Gewehr und Munition. Auf alte Kalenderblätter beginnt sie irgendwann ihre Geschichte niederzuschreiben. Ich fand das Buch sehr bewegend und habe noch lange darüber nachgedacht. Allerdings bleiben am Schluss viele, viele Fragen offen. Aber das soll wohl so sein…

288 Seiten

Gelesene Sieten insgesamt im Juni 2014:

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2 Gedanken zu “Gelesen im Juni 2014

  1. Hallo Leona, ja, das war so einiges. Das schaffe ich nicht jeden Monat. 😉 Lies doch „Die Wand“ mal. Ich bin gespannt, was du von diesem Buch hältst. Es ist sozusagen ein n Klassiker, der aber bisher an mir vorbei ging. Nach dem Lesen habe ich nun soooo viele Fragen. Das Buch beschäftigt einen sehr. LG

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