Lauinger Hexentanz und Hexenverbrennung 2015

Lauinger Hexentanz und Hexenverbrennung 2015

In unserer Gegend ist an Fasching immer viel los: Bälle, Gardetreffen, Umzüge und andere Veranstaltungen lassen die Narrenherzen höher schlagen.

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Letzten Donnerstag, am Glumpigen Donnerstag oder Weiberfasching, haben wir uns wie schon im letzten Jahr dazu entschieden, nach Lauingen an der Donau zu fahren um dort den Hexentanz und die Hexenverbrennung anzuschauen. Nachdem nicht die ganze Familie fit war, unsere große Tochter aber auf das Spektakel nicht verzichten wollte, entschloss ich mich, einfach mit ihr und der Oma nach Lauingen zu fahren.  Wir verzichteten auf Maskerade und zogen uns warm an, da es an diesem Abend bitterkalt war. Los ging das Ganze um 20 Uhr. Programm gab es aber schon viel früher.

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Im von uns etwa 25 Autominuten entfernten Lauingen war um kurz vor 19 Uhr schon viel los. Wir parkten noch vor der Donaubrücke und hatten keinerlei Probeme einen Parkplatz zu finden. Von dort gingen wir in nicht mal fünf Minuten in die Stadtmitte. Auf dem wunderschönen Marktplatz spielten vor dem Rathaus verschiedene Faschingsbands auf der Bühne. Ringsum gab es Süßigkeiten-, Bratwurst- und Getränkestände. Viele Zuschauer waren als Hexen verkleidet gekommen. Die Stimmung war einfach großartig und toll fand ich persönlich auch, dass es an den Eingängen Kontrollen gab.

Zunächst schauten wir uns an der Bühne die Auftritte diverser Faschingsbands an. Und dann kam das Highlight, der Einzug der Winterhexen und der Frühlingsgeister. Auf der Bühne wurde ein tolles Spiel aufgeführt, bei dem die Winterhexen mit den Frühlingsgeistern ein Tauziehen veranstalteten. Natürlich gewannen wie jedes Jahr die Frühlingsgeister. Die Winterhexen wurden verurteilt. Die Oberhexe Schwertgoschin sollte verbrannt werden, die andern Hexen sollten in der Donau ertränkt werden, so dass der Frühling einziehen kann.

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Gleich nach dem Urteil war am Schimmelturm die Hexe Schwertgoschin (natürlich eine lebensecht aussehende Puppe) auf ihrem Besen zu sehen. Unten auf dem Marktplatz war ein Scheiterhaufen errichtet, in den die Hexe vom Turm aus „flog“.
Schon bald loderte ein großes Feuer und die Hexe verbrannte. Nun kann bei uns der Frühling einziehen.

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Die Stimmung auf der Hexenverbrennung ist grandios und man kann das kaum beschreiben. Sehr schön fand ich auch, dass den Kindern vorher erklärt wurde, dass es sich hier nur um Brauchtum handelte, und dass die Hexe keine echte Hexe war, sondern nur eine Puppe, die symbolisch verbrannt wurde. Meine 8-jährige Tochter hatte also keinerlei Probleme damit und sie fand den Hexentanz ein wunderschönes Erlebnis, über das sie am nächsten Tag stolz in der Schule berichtete.

Nach dem Hexentanz machten wir uns auf den Heimweg, denn am nächsten Tag hieß es ja wieder früh aufstehen. In Lauingen wurde dann noch in Kneipen weitergefeiert. Dabei mischen sich die Hexen dann immer unter die Menschen, die eben auch teilweise als Hexen oder Ungeheuer verkleidet sind, und treiben so manchen Schabernack.

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Unsere große Tochter ließ sich sehr gerne mit den netten Hexen fotografieren. An dieser Stelle noch ein großes Lob an die Lauinger Hexengruppe, die die Kinder wirklich sehr liebevoll behandelte, so dass wirklich niemand Angst haben musste!

Wenn ihr also am Glumpigen Donnerstag mal in der Nähe von Lauingen an der Donau seid, dann geht doch zum Hexentanz. Es ist ein wunderschönes Erlebnis!

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