Maitanz und Maibäume 2015

Maitanz und Maibäume 2015

Ich finde es sehr wichtig, Traditionen zu bewahren und diese auch an die Kinder weiterzuvermitteln. Leider geht in der heutigen Zeit immer mehr davon verloren und manche junge Familien kennen Bräuche aus unserer Region heute überhaupt nicht mehr.

Uns als Familie macht es großen Spaß, all diese Traditionen aufrecht zu erhalten. Deswegen freuen wir uns alle auch immer sehr auf den ersten Mai. Was gibt es Schöneres, als den Beginn der warmen Jahreszeit in der Walpurgisnacht zu feiern?

Schon Wochen vorher wurden im Kindergarten verschiedene Tänze einstudiert, die dann bei der Maifeier am Marktplatz am 30.4. vorgeführt werden sollten. Zum Glück machte das Wetter in diesem Jahr bis zur Tanzvorführung mit, der starke Regen begann  erst danach. Da unsere mittlere Tochter inzwischen schon ein Vorschulkind ist, übte sie mit ihrer Gruppe einen besonders schwierigen Tanz ein, einen Bändertanz, bei dem grüne und rote Bänder am Schluss zu einem wunderschönen Muster verwebt waren. Das Weben geschah ganz automatisch bei den Tanzschritten. Das blonde Mädchen links mit dem rosa-braunen Dirndl ist unsere mittlere Tochter:

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Nach dem Tanz gab es für die mitwirkenden Kindergartenkinder gratis Pommes und Getränke. Und alle anderen konnten sich am Marktplatz mit anderen leckeren Gerichten und Getränken stärken. Dazu spielte eine Musikkapelle aus dem Ort.

Tradition ist in der Nacht zum ersten Mai natürlich auch immer, dass größere Kinder und Jugendliche durch den Ort gehen und Dinge verziehen. Das heißt, es werden lose Gegenstände und Dinge wie z.B. Gartentore „gestohlen“ und zum Maibaum getragen, wo die Bevölkerung dann am nächsten Tag die Sachen wieder holen kann. Am besten, man sorgt vor und schließt das Gartentor ab… In letzter Zeit ist es leider auch in Mode bekommen, alles Mögliche mit Rasierschaum vollzuschmieren, mit Toilettenpapier zu umwickeln oder gar Dinge zu beschädigen. Dies hat aber mit der traditionellen Mainacht nichts zu tun und ist für die Betroffenen immer ärgerlich.

Unsere Kinder sind noch zu jung, um in der Freinacht unterwegs zu sein. Wir gehen nach der Maifeier immer nach Hause und erzählen dann noch über die Walpurgisnacht, in der die Hexen auf ihren Besen reiten und sich auf dem Brocken versammeln. Es ist immer sehr schön, wenn man drinnen im Warmen sitzt und dann nach draußen lauscht. Auch in diesem Jahr haben wir wieder das Rauschen der Hexenbesen gehört und ab und zu ein Lachen, wenn die Hexen über das Haus geflogen sind. Dass das Rauschen von den Bäumen und vom Wind kommt und dass das Lachen von Jugendlichen stammt, die Freinachtscherze veranstalten, haben wir unseren Kindern aber nicht gesagt…

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Am Morgen des 1. Mai schauen unsere Kinder gleich aus den Fenstern um zu sehen, ob Maibäume bei uns oder in der Nachbarschaft aufgestellt wurden. Denn die Freinacht ist, wie es ja schon der Name sagt, dazu da, zu freien, also seiner Liebsten einen hübsch geschmückten Baum aufzustellen. Auch unsere drei Mädchen haben in diesem Jahr wieder schöne kleine Maibäumchen bekommen. Sie haben sich riesig darüber gefreut und sich immer wieder gefragt, welcher Junge aus Schule, Kindergarten oder Krabbelgruppe ihnen wohl die Bäumchen gebracht hat…

Welche Traditionen gibt es bei euch am 1. Mai?

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