Jürgen Rath: Die Namenlosen von Amrum – ein Insel-Krimi

Jürgen Rath: Die Namenlosen von Amrum – ein Insel-Krimi

Und wieder habe ich einen tollen Krimi aus dem Sutton-Verlag gelesen: Jürgen Raths „Die Namenlosen von Amrum“.

namenlosevonamrum28-3-2015

Schon der Titel und das Buchcover hätten mich in einer Buchhandlung auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Das Cover zeigt eine düstere Meereslandschaft, was perfekt zum Thema des Krimis passt.

Wie der Titel bereits sagt, spielt dieses Buch im Norden Deutschlands, auf Amrum. Ich liebe diese norddeutsche Landschaft und war deswegen umso mehr auf diesen Roman gespannt.

Als die Gruppe des sozialhistorische Instituts Hamburgs, die alte Gräber erforscht, aufgelöst wird, gönnt sich der Archivar Steffen Stephan, der als einziger von seinem Team angestellt bleibt,  eine kurze Auszeit und verbringt einen Urlaub auf Amrum. Er gönnt sich einige Tage Ruhe, macht unter anderem lange Spaziergänge. Auf einem dieser Ausflüge entdeckt er einen alten Friedhof, auf dem vom Meer angespülte Unbekannte bestattet wurden. Natürlich zieht dieser Friedhof gleich Steffens Aufmerksamkeit auf sich. Mithilfe einer Praktikantin möchte er über die Namenlosen, die auf diesem Friedhof bestattet sind, forschen. Leider bekommen sie dabei von den Inselbewohnern so gut wie keine Informationen, alle scheinen über die Umstände und die Toten auf diesem Friedhof zu schweigen. Haben die Bewohner etwas zu verbergen und weshalb scheinen sie sehr misstrauisch zu sein? Wer sind die namenlosen Toten und was hatte es mit dem Schiffsunglück, bei dem einige Menschen in den 50er Jahren ums Leben kamen, auf sich?

Der Krimi spielt in den 60er Jahren, was das Buch auch sehr interessant macht. Hatte man damals doch ohne PC, Internet etc. ganz andere Ermittlungmethoden.

Neben einem Einblick in die Arbeitsweise von Historikern gelingt es dem Autor bestens, die Insel detailgetreu zu beschreiben. Schon nach wenigen Seiten ist man mitten in der Handlung und kann sich den Handlungsort bestens vorstellen. Dabei hilft auch eine Karte am Anfang des Buches, die die verschiedenen Orte zeigt. Außerdem findet man im Anhang eine Zeichnung, die die Praktikantin Lilianne vom alten Friedhof angefertigt hat.

Die Sprache des Autors ist sehr gut und flüssig zu lesen. Die Landschaften und Personen werden sehr gut, detailgetreu und realistisch gezeichnet, so dass man sich alles bestens vorstellen kann. Es gibt im Buch viele kursiv gedruckte Stellen, mit denen der Autor den Leser in die Vergangenheit führt.

Ich bin schon nach wenigen Zeilen in das Buch eingetaucht und konnte es kaum aus den Händen legen. Man wird von der Handlung, von den Forschungen und den Rückblenden regelrecht gefesselt. Die Spannung steigt schon nach wenigen Seiten, was mir sehr gut gefiel.

Ich gebe diesem spannenden Krimi volle Punktzahl: fünf Sternchen!

Vielen Dank an den Sutton-Verlag, dass ich dieses tolle Buch testlesen durfte!

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