Miranda Richmond Mouillot: Anna und Armand

Miranda Richmond Mouillot: Anna und Armand

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Heute möchte ich euch ein wunderbares Buch empfehlen, das ich vor einigen Tagen gelesen habe: Miranda Richmond Mouillot: „Anna und Armand“.

Schon der Klappentext und das Buchcover haben mich sehr angesprochen. Man sieht auf dem Cover eine Schwarz-Weiß-Fotographie eines Paares, das mit dem Rücken zum Betrachter steht. Die Frau lehnt ihren Kopf an die Schulter des Mannes und legt einen Arm um seinen Rücken. Der Untertitel des Buches steht rechts neben dem Kopf des Mannes. Für mich klang auch dieser Untertitel sehr interessant: „Wie meine Großeltern im Krieg die Liebe fanden und das Leben sie doch für immer trennte“.

Das Buch erzählt eine wahre Geschichte, wie es die Autorin zu Beginn des Buches anmerkt. Auf den nächsten Seiten folgen Karten und eine tabellarische Aufstellung der Stationen im Leben von Anna und Armand, den Großeltern der Autorin. So kann man die Geschichte im Buch sehr gut nachverfolgen und sich bestens orientieren.

Im Buch selbst findet man immer wieder Fotos von Anna und Armand, was ich sehr interessant finde. Die Sprache ist einfach und bestens lesbar.

Anna und Armand überleben den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust und kaufen sich ein Steinhaus in einem kleinen Dorf in Frankreich. Doch nur fünf Jahre später verlässt Anna ganz plötzlich ihren Mann, nimmt nur ihre Kinder und ihre Schreibmaschine mit. Die nächsten 50 Jahre spricht Anna kein Wort mehr mit Armand. Was ist geschehen und warum verlässt Anna ihren geliebten Armand so plötzlich? Diesen Fragen möchte die Autorin, die Enkelin, auf die Spur kommen. Beide Großeltern leben zwar noch, doch keiner der beiden möchte so recht über die Vergangenheit reden.

Als die Großmutter das alte Steinhaus in Frankreich verkaufen will, ist Armand allerdings dagegen. So reist Miranda, die Enkelin, die in Amerika lebt, mit einem Visum für längere Zeit nach Frankreich, wo sie sich in das inzwischen sehr heruntergekommene Haus sofort verliebt. Von dem kleinen Dorf in Frankreich aus beginnt Miranda die Geschichte ihrer Großeltern aufzudecken. Doch viel Zeit bleibt ihr nicht, denn bei ihren Besuchen bei ihrem Großvater in der Schweiz erkennt sie, dass er immer dementer wird und ihre Großmutter in Amerika gibt in ihren Briefen und Telefonaten auch nicht viel von der Vergangenheit preis.

Mich hat diese Geschichte sehr berührt und ich konnte das Buch kaum mehr aus den Händen legen. Die fast 350 Seiten habe ich in wenigen Tagen ausgelesen. Ich kann dieses Buch bestens weiterempfehlen. Eine berührende Familiengeschichte über Krieg, Holocaust und Trennung, die dem Leser sehr nahegeht.

Ich gebe diesem wundervollen Buch volle Punktzahl: fünf Sternchen.

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