Schöne Ferien!

Schöne Ferien!

Ab jetzt hat auch Bayern endlich Sommerferien. Ich wünsche euch eine wunderschöne Ferienzeit. Wir werden den Sommer genießen. Deswegen werde ich die nächsten sechs Wochen nicht so oft online sein. Aber ab und zu gibt es auch in den Ferien neue Posts.

Liebe Grüße,

eure Merendina

Sheldon Solomon, Jeff Greenberg, Tom Pyszczynski: Der Wurm in unserem Herzen – Wie das Wissen um die Sterblichkeit unser Leben beeinflusst

Sheldon Solomon, Jeff Greenberg, Tom Pyszczynski: Der Wurm in unserem Herzen – Wie das Wissen um die Sterblichkeit unser Leben beeinflusst

wurminunserenherzen21-6-2016.jpg

Heute möchte ich euch ein Buch mit einer ernsteren Thematik vorstellen. Es wurde von drei Autoren verfasst, die als Soziologen arbeiten: Sheldon Solomon, Jeff Greenberg, Tom Pyszczynski: „Der Wurm in unserem Herzen – Wie das Wissen um die Sterblichkeit unser Leben beeinflusst“

Das Wissen um die Sterblichkeit, die Angst vor dem Tod – Themen, die unser Leben beeinflussen und über die jeder nachdenkt. Vor allem wenn man in der Familie Krankheiten und Tod verarbeiten muss, rücken diese Themen wieder verstärkt in den Vordergrund.

Mich hat der Klappentext dieses Buches sofort angesprochen und auch das Buchcover und Titel gefielen mir sehr gut. Das Cover ist recht einfach gehalten. Neben Autoren und Titel findet man auf weißem Hintergrund einen gezeichneten Apfel.

Das Hardcoverbuch hat über 366 Seiten, wobei die letzten 40 Seiten aus dem Register und Anmerkungen bestehen. Vorn findet man ein Inhaltsverzeichnis.

Nach einer Einleitung gehen die Autoren im ersten Kapitel auf Terror-Management ein, etwa dem Umgang mit der Angst vor dem Tod, die Ordung der Dinge oder auf das Selbstwertgefühl des Menschen. Danach wird der Tod im Wandel der Zeit behandelt. Hier geht es um die Entwicklung vom Primaten zum Menschen, um wahre Unsterblichkeit oder um die symbolische Unsterblichkeit. Im letzten Kapitel gehen die Autoren auf den Tod in der modernen Zeit ein. Sie schreiben über die Anatomie der menschlichen Zerstörungswut, über Körper und Seele als unsichtbare Allianz, über den Tod, der so nah und doch so fern sein kann, über Risse im Schutzschild und wie man mit dem Tod leben kann.

Das Buch ist sehr verständlich geschrieben, allerdings ist es schon eine etwas schwere, emotionale Lektüre was die Thematik betrifft. Immer wieder wird dem Leser seine eigene Sterblichkeit vor Augen gehalten. Insgesamt macht das Buch sehr nachdenklich und kann nicht in einem Rutsch gelesen werden. Ich musste es des Öfteren aus den Händen legen und nachdenken. So emotional dieses Buch auch ist, wird einem beim Lesen sehr bewusst, dass man eben nicht unsterblich ist und jeden Moment seines Lebens bewusst genießen sollte.

Ich gebe diesem Buch insgesamt volle Punktzahl, weil es wirklich sehr gut geschrieben ist und die Einstellung zum Leben des ein oder anderen Lesers zum Positiven verändern kann.

Ina Rudolph:Auf ins fette pralle Leben – 12 Experimente, wie man sich das Leben leichter machen kann

Ina Rudolph:Auf ins fette pralle Leben – 12 Experimente, wie man sich das Leben leichter machen kann

aufinsfettepralle21-6-2016.jpg

Ich lese sehr viele Romane, deswegen brauche ich ab und an auch etwas Abstraktes, Ratgeber oder Ähnliches. Nun habe ich in den letzten Tagen ein sehr interessantes Buch von Ina Rudolph gelesen: „Auf ins fette pralle Leben – 12 Experimente, wie man sich das Leben leicher machen kann“.

Sich das Leben leichter machen, das klingt gut und das kann man des Öfteren auch mal brauchen in einer Welt, die sehr nach Leistung ausgelegt ist, in einer Gesellschaft, in der die Tage mit Terminen vollgepackt werden und jeder nur noch mehr erreichen und haben möchte. Deswegen war ich sehr auf dieses Buch gespannt, das mir auch optisch sehr gut gefällt. Auf weißem Hintergrund sieht man auf dem Buchcover bunte Punkte, manche davon gezackt oder gewellt, und alle in unterschiedlichen bunten Farben. Das passt meiner Meinung nach ganz gut, da das Leben an sich ja auch nicht immer konform und gleichmäßig verläuft. Es sind genau 12 Punkte, passend zu den 12 Experimenten im Buch.

In einem Vorwort beschreibt die Autorin, was das Buch dem Leser geben kann. Anschließend werden in 12 Kapiteln unterschiedliche Experimente, die die Autorin alle jeweils einen Monat gemacht hat, vorgestellt. So geht es hier z.B. um gelebte Umkehrungen und wie man Gewohnheiten durchbrechen kann, es geht um ärgerlichen Ärger,um Hetzerei und schnelles Leben, um Wahrnehmen ohne zu bewerten, um Leben im Hier und Jetzt, um das Geschenk der Kritik usw.

Hier findet wirklich jeder ein Experiment, das er in seinem eigenen Leben einmal testen kann. Oft erkennt man sich beim Lesen selbst wieder und denkt dann über sein eigenes Leben nach. Oft rennt man doch nur so durch das Leben, möchte so viel wie möglich erledigen, obwohl das wirklich alles nicht sein muss. Man beschäftigt sich mit Angelegenheiten, die einen selbst überhaupt nichts angehen oder die so weit weg sind, dass sie das eigene Leben keinesfalls beeinflussen würden. Man konzentriert sich oft nicht aufs Wesentliche oder belastet sich mit Dingen, die eigentlich unwichtig sind.

Die Sprache im Buch ist sehr einfach, gut verständlich und bestens lesbar. Die Experimente werden sehr gut erklärt, so dass jeder sie auch in seinem Alltag umsetzen kann, wenn er möchte. Persönliche Erfahrungen der Autorin lockern das Buch etwas auf.

Ein wunderschöner Ratgeber für alle, die sich das Leben etwas leichter und stressfreier gestalten möchten. Ich kann dieses Buch bestens empfehlen und vergebe deswegen auch volle Punktzahl: fünf Sternchen.

Gudrun Glock: Sanft heilen mit Ayurveda – Die verschwenderische Kraft der ayurvedischen Küche

Gudrun  Glock: Sanft heilen mit Ayurveda – Die verschwenderische Kraft der ayurvedischen Küche

sanftheilenayurveda20-6-2016.jpg

Ayurvedische Gerichte interessieren mich schon seit einiger Zeit und ich habe deswegen auch schon einige Kochkurse zu dieser Thematik mitgemacht. Oft koche ich einige dieser Gerichte dann auch zu Hause. Nun habe ich in den letzten Wochen ein Buch gelesen, das sich mit Ayurveda und sanftem Heilen beschäftigt: Gudrun  Glock: „Sanft heilen mit Ayurveda – Die verschwenderische Kraft der ayurvedischen Küche“.

Das Buch ist perfekt für Einsteiger in die ayurvedische Küche geeignet. In einfacher, sehr gut lesbarer und verständlicher Sprache  bekommt man alle wichtigen Informationen und lernt auch als etwas Fortgeschrittener neue Erkenntnisse dazu. Wunderschöne, ansprechende Fotos machen das Lesen dieses Ratgebers zu einem Genuss.

Das Buch ist in mehrere Kapitel eingeteilt. Ich habe den Ratgeber von vorn nach hinten gelesen, werde ihn aber noch des Öfteren zur Hand nehmen, weil mir die Rezepte darin so gut gefallen und ich einiges daraus noch nachkochen möchte.

Nach einem Vorwort und einem Geleitwort zur ayurvedischen Gesundheitslehre geht die Autorin auf ayurvedisches Essen als Medizin ein. Es werden dabei auch die fünf Elemente mahabhutas, die drei Bioenergien doshas und die sechs Geschmacksrichtungen rasas erklärt. Anschließend wird ein Kapitel unserer Verdauung gewidmet. Es geht hier um das Verdauungsfeuer agni, um Verdauungsprozesse, das Unverdaute aam, um ungünstige Kombinationen von Lebensmitteln etc. Im nächsten Kapitel schreibt die Autorin über allgemeine Ernährungsregeln. Und schließlich findet man im letzten Kapitel sehr viele ayurvedische Rezepte.

Ich habe nun bereits mehrere dieser Rezepte nachgekocht und meine Familie hat alles mit großer Begeisterung verzehrt. Auch die Kinder haben mit großem Appetit gegessen. So gab es bei uns z.B. bereits Basilikumpesto, Fenchelsalat, Karottensuppe, Pastinaken-Mangold-Küchlein und Mangoldgemüse.

Hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Ich finde diesen Ratgeber wirklich sehr gut und kann ihn bestens weiterempfehlen. Diesem tollen Buch gebe ich volle Punktzahl: fünf Sternchen!

Christian Barsch: Hotel an der Brücke – Späte Gedankenbilder

Christian Barsch: Hotel an der Brücke – Späte Gedankenbilder

hotelamderbrücke21-6-2016.jpg

In den letzten Tagen habe ich ein wirklich schönes, tiefgründiges Buch gelesen, das zum Nachdenken anregt: Christian Barsch: „Hotel an der Brücke – Späte Gedankenbilder“ aus dem Frieling-Verlag.

Das Buchcover ist optisch recht schlicht gehalten. Auf schwarzem Hintergrund sind lediglich Autor, Titel und Verlag genannt. Sehr gut gefällt mir, dass der Titel zweimal auf dem Cover abgedruckt ist. Einmal normal und einmal gespiegelt. Dazu wird noch mit verschiedenen Grauabstufungen gearbeitet. Der Titel ergibt eine Buchstabenbrücke, was natürlich perfekt zur Thematik des Buches passt.

Das Buch ist Hardcover und hat etwas über 80 Seiten. Hinten findet man ein Inhaltsverzeichnis. Das Buch besteht aus fünf Kapiteln mit den Bezeichnungen „Einsicht“, „Blüten“, „Grelle“, „Sorgen“, „Ausweg“.

Es ist ratsam, das Buch von vorn nach hinten zu lesen, auch wenn es auf den ersten Blick wie eine Gedichtsammlung wirkt. Öffnet man aber eine der Seiten, so erkennt man, dass auf einer Seite in Prosa geschrieben wird, die andere Seite aber aus einem Gedicht besteht.

Ich finde die Idee des Buches richtig gut. Ein Künstler verbringt fünf Jahreszeiten in einem Hotel. Allzu viel unternimmt er während dieser Zeit nicht. Auf Spaziergängen im Park denkt er über das Leben nach. Er erlebt die wechselnden Jahreszeiten und erfährt, wie vergänglich die Zeit doch ist. Und dann gibt es da noch das Hotel und die Brücke, die bedeutende Symbole in diesem Werk sind.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es ist tiefgründig und regt zum Nachdenken an. Man liest das Buch nicht auf die Schnelle. Ich habe es oft zur Seite gelegt und über das eben Gelesene nachgedacht. Auch die poetische, bildreiche Sprache mit ihren vielen Metaphern, Symbolen und Vergleichen hat mir sehr gut gefallen.

Ein wunderschönes, nachdenklich machendes, manchmal auch sehr emotionales Buch für alle, die gute Literatur lieben. Ich gebe diesem wunderschönen Werk volle Punktzahl: fünf Sternchen und werde sicherlich auch noch andere Werke dieses Autors, der 1931 geboren wurde, lesen.