Thea Dorn: Die Unglückseligen

Thea Dorn: Die Unglückseligen

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Thea Dorn kannte ich als Autorin bisher noch nicht. Der Klappentext klang für mich aber sehr interessant, deswegen habe ich mich sehr auf die Lektüre des dicken Hardcoverbuches gefreut. Auch das Buchcover finde ich sehr gelungen. Man sieht darauf eine blond gelockte, nackte Frau, die ein Skelett umarmt. Auf Skelett und Frau ist in weißen Buchstaben der Buchtitel „Die Unglückseligen“ gedruckt.

Johanna Mawet ist Molekularbiologin und forscht an Tieren um unsterbliche Zellen und eine Möglichkeit für ewiges Leben zu finden. Ihre Forschungen führen sie in die USA, wo sie auf einen etwas seltsamen, skurrilen Mann trifft, der vorgibt, der Physiker Johann Ritter zu sein. Dieser wurde allerdings bereits im 18. Jahrhundert geboren… Sollte er nicht schon lange gestorben sein und was hat es mit dem Mann auf sich, der angeblich über 200 Jahre alt sein soll? Handelt es sich hier um einen Spinner oder gibt es wirklich Menschen, die das unendliche Leben haben? Johanna schließt mit Johann schon bald eine Freundschaft und möchte mehr über den Mann, seine Geschichte und sein Leben herausfinden. Ein Gentest beweist schließlich, dass der alte Mann scheinbar die Wahrheit spricht…

Das Buch ist sprachlich bestimmt nicht jedermanns Geschmack. Auch ich war am Anfang nicht sicher, ob mir dieser Roman gefallen würde, denn nach den ersten Seiten war er für mich schon etwas seltsam und konfus. Zuerst wollte ich gar nicht mehr weiterlesen, habe mich dann aber dazu gezwungen und ich muss sagen, für mich hat es sich gelohnt.

Thea Dorns Sprache ist gewöhnungsbedürftig und man braucht meiner Meinung auch etwas an Vorbildung um dem Buch so richtig folgen zu können. Johanna spricht in der Sprache des 21. Jahrhunderts, Johann in der Sprache der Romantik, wobei ich sagen muss, dass sich beides im Werk prima ergänzt. Man sollte auch Goethes „Faust“ gelesen haben um besser mit der Thematik klarzukommen. Und auch des Englischen sollte man mächtig sein, denn Dialoge werden auch in dieser Sprache geführt.

Auch wenn ich anfangs beinahe zu lesen aufgehört habe, habe ich mich als „Faust“-Fan doch dazu gezwungen weiterzuschmökern. Das war auch gut so, denn ich fand das Buch sehr interessant und spannend. Deswegen vergebe ich volle Punktzahl: fünf Sterne.

Ein anspruchsvoller Roman, der nichts für Menschen ist, die leichte Unterhaltung bevorzugen.

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