Katharina Finke: Loslassen – Wie ich die Welt entdeckte und verzichten lernte

Katharina Finke: Loslassen – Wie ich die Welt entdeckte und verzichten lernte

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Loslassen und Minimalismus sind zur Zeit ja in aller Munde. Man muss sich einfach ab und an von den gesammelten Gegenständen trennen um wieder mehr Freiraum zu bekommen. Entrümplen befreit die Seele und gibt Raum für Neues. Aber fast alles herzugeben und dann nur mit zwei Koffern bzw. Taschen zu leben, fand ich sehr interessant. Deswegen war ich sehr auf dieses Buch gesapnnt.

Schon der Buchtitel und der Klappentext haben mich sehr angesprochen. Und auch das Buchcover finde ich sehr passend zum Inhalt des Buches gewählt. Man sieht darauf die Autorin selbst mit ihren zwei Taschen. Der Titel ist in großen Buchstaben aufgedruckt. In diesen Buchstaben sind Bilder aus aller Welt zu sehen. Es handelt sich dabei wohl um all die Orte, die Katharina Finke besucht hat.

Auf der vorderen Umschlaginnenseite findet man eine Karte, auf der man die einzelnen Stationen der Autorin nachverfolgen kann. Sehr gut haben mir auch die Bilder in der Mitte des Buches und auf der hinteren Umschlaginnenseite gefallen.

Katharina Finke ist Journalistin und deswegen schon immer sehr viel überall auf der Welt unterwegs. Bereits nach dem Abitur verbrachte sie eine Zeit lang in England, wo sie ein behindertes Mädchen betreute. Später lebt sie mit ihrem Lebensgefährten in einer Wohnung in Hamburg, bereist beruflich bedingt aber viele Orte in Europa, Asien und Amerika. Als beide sich trennen und sie ihre Dinge aus der Wohnung räumen muss, entschließt sie sich, ihr komplettes Leben zu entrümpeln. Sie verschenkt alle Gegenstände, wirft vieles weg, trennt sich von Kindheitserinnerungen, bis so viel übrig bleibt, das in einen Rucksack und eine Tasche passen. Eine Schachtel mit Fotos und anderen persönlichen Gegenständen und einen Koffer stellt sie bei ihren Eltern unter. Man erkennt, dass es ihr oft nicht leicht fällt, sich von ihrem früheren Leben und den Gegenständen zu trennen. Aber ab sofort reist sie mit sehr leichtem Gepäck und hat nun auch keine Wohnung mehr. Dazu kommen noch Verluste von lieben Menschen. Aber mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Die Sprache im Buch war sehr angenehm und flüssig zu lesen. Das Buch konnte ich kaum mehr aus der Hand legen. Ich habe es an einem Abend komplett gelesen, da es mich wirklich sehr interessierte.

Auch wenn ich fasziniert von Katharina Finkes Leben bin, würde ich es für mich so extrem nicht wählen. Dieser Lebesstil mag vielleicht gehen, wenn man ungebunden ist und keine Kinder hat. Ich genieße mit meiner Familie und drei Kindern dann doch lieber das Leben im eigenen Haus und Garten und sehe etwas von der Welt auf Urlaubsreisen. Doch der Minimalismusgedanke ist immer umsetzbar.

Ich kann dieses tolle Buch bestens weiterempfehlen und vergebe deswegen volle Punktzahl: 5 Sternchen!

 

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