Jessica Guaia: Wie ich in einer schwäbischen Trattoria aufwuchs und trotzdem überlebte

Jessica Guaia: Wie ich in einer schwäbischen Trattoria aufwuchs und trotzdem überlebte

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Der Buchtitel dieses Familienromans klang für mich sehr interessant, und auch den Klappentext fand ich noch witzig und nett. Deswegen war ich schon sehr auf diesen Roman gespannt. Allerdings hätte mich das Buchcover stutzig machen sollen. Ich hatte es wohl nicht so genau angesehen… Es ist ja eher schlicht gehalten, im Vordergrund steht der Titel „Wie ich in einer schwäbischen Trattoria aufwuchs und trotzdem überlebte“. Dann ist ein Foto in Passbildgröße zu sehen, auf dem ein kleines Kind ist. Erst auf den zweiten Blick habe ich gesehen, dass dieses Kleinkind eine Zigarette im Mund hat. Ich finde das einfach nur geschmacklos und auch nicht witzig.

Schon nach den ersten Seiten fand ich das Buch leider übertrieben und aufgesetzt witzig gemacht. Der Stil der Autorin ist zwar einfach und gut und flüssig lesbar, oft schweift sie aber auch etwas vom Thema ab. Habe ich mir die ersten Seiten noch mit Interesse durchgelesen, so habe ich mich immer mehr durch das Buch gequält, es aber trotzdem noch komplett gelesen. Das ging ja zum Glück auch recht schnell.

Die Figuren im Buch werden ausführlich dargestellt, ihre Charaktere werden gut beschrieben, doch auch hier ist alles für meinen Geschmack wieder mal viel zu sehr übertrieben. Dass die Protagonistin Jessica plötzlich an einem Abend im Gastraum der Trattoria zur Welt kommt und ihr Leben tagein tagaus mit dem Duft italienischer Leckereien verbringt, in der Trottaria aushilft und dort so einiges mitbekommt, ist ja noch nett. Ihr Papa Renzo und ihre Mama Tiziana, die sich mal lieben und dann wieder streiten und ihre verschiedenen kuriosen Freunde, die in der Gastwirtschaft ein und aus gehen, dubiose Geschäfte, Verbrecher, Alkoholiker, eine ordinäre „Dame“ etc. Das war mir alles zu viel und hat mich irgendwann einfach nur noch genervt.

Alles in allem viel zu sehr übertrieben, gekünstelt auf witzig gemacht. Der ein oder andere Leser mag so etwas lesen wollen, mein Geschmack war es leider nicht. Dafür, dass ich es dann doch noch zu Ende gelesen habe , vergebe ich insgesamt noch zwei Punkte.

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