Gabriele Romagnoli: Nur mit Handgepäck – Wie ich lernte, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren

Gabriele Romagnoli: Nur mit Handgepäck – Wie ich lernte, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren

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Allein wegen des Titels wäre ich nicht unbedingt auf Gabriele Romagnolis Buch aufmerksam geworden. Der Klappentext jedoch hat sofort mein Interesse geweckt und machte mich nachdenklich. Ist es denn wirklich so, dass wir 23 Jahre unseres Lebens verschlafen, 20 Jahre arbeiten, 5 Jahre mit Warten verbringen und nur 46 Stunden damit verbringen, glücklich zu sein?

Das alles klang für mich sehr interessant und deswegen war ich sehr auf dieses Büchlein in handlichem Format gespannt.

Das Buchcover ist schlicht und einfach gehalten. Auf orangem Hintergrund sind nur Autor und Titel gedruckt. Im „e“ des Wortes „Handgepäck“ hängt ein Kofferanhänger.

Sprachlich gefällt mir das Buch sehr gut. Der Autor schreibt in einer einfachen, sehr gut lesbaren Sprache. Ich konnte das Buch kaum mehr aus den Händen legen und hatte es in kurzer Zeit dann auch ausgelesen, weil es mich so in seinen Bann zog.

Das Buch beginnt etwas makaber, aber gerade das macht den Leser sehr nachdenklich. In einer Zeitung liest der Autor, dass die Selbstmordrate in Südkorea die höchste auf der ganzen Welt ist. Deswegen werden dort Beerdigungen simuliert, um Selbstmorde zu verhindern. Der Autor bucht einen Flug nach Südkorea und nimmt dort an seiner eigenen Beerdigung teil. Dabei liegt er auch wirklich in einem Sarg. Schon an dieser Stelle macht einen das Buch sehr nachdenklich. Was würde man selbst in dieser Situation denken, was würde man an seinem Leben ändern, was sollte man noch alles tun…

Nach dieser Erfahrung schreibt Romagnoli dieses Büchlein. Denn das Leben ist zu kurz, um es mit sinnlosen Dingen zu füllen.

Natürlich gibt es im Moment sehr viele Bücher und Ratgeber zum Thema Minimalismus, aber dieses hier ist dann schon etwas anders. Einmal wegen des doch etwas makaberen Einstiegs, aber auch, weil der Autor viel über sein Leben und seine Reisen erzählt. Und auch, weil es an manchen Stellen philosophisch ist. Der Autor gibt aber auch viele Anregungen, wie man eben „mit Handgepäck“, also mit leichterem Gepäck durchs Leben geht. Weniger ist mehr und Entrümpeln und Ausmisten bringt sehr viel um sich glücklicher und freier zu fühlen.

Denn was kann man letztendlich auf seine letzte Reise mitnehmen? Kann man am Ende seines Lebens behaupten, glücklich gelebt zu haben? Hat man zu viel Zeit für Sinnloses vergeudet? Das alles sollte man sich fragen.

Ich habe die 125 Seiten sehr gerne gelesen und kann dieses Büchlein bestens weiterempfehlen. Deswegen gebe ich diesem Buch volle Punktzahl: fünf Sternchen!

 

 

 

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