Rachel Urquhart: Das zweite Gesicht

Rachel Urquhart: Das zweite Gesicht

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Auf Rachel Urquharts Roman „Das zweite Gesicht“ war ich sehr gespannt. Der Titel klingt sehr geheimnisvoll und auch der Klappentext liest sich sehr interessant. Auch das Buchcover finde ich optisch sehr ansprechend. Im unteren Teil sieht man ein Haus in geheimnisvoller Landschaft. Oben auf dem Cover ist ein Teil einer Frau oder eines Mädchens in historischer Kleidung zu sehen. In der Hand hält die Frau eine Laterne.

Die Geschichte spielt Mitte des 19. Jahrhunderts. Die 15jährige Polly lebt mit ihrem kleinen Bruder und ihren Eltern auf einer Farm. Pollys Vater behandelt seine Familie sehr schlecht. Aus diesem Grund zündet Polly eines Tages die Farm an. Bei dem Brand kommt ihr Vater ums Leben. Polly, ihr Bruder und ihre Mutter fliehen. Dabei landen die beiden Kinder in einer Shaker-Gemeinschaft, wo sie Zuflucht suchen. Ihre Mutter ist weiterhin auf der Flucht, zieht von Ort zu Ort und wird schließlich auf einer Auktion versteigert. Inzwischen ist Privatdetektiv Pryor dabei, den Fall aufzuklären…

Unter den Shakern ist das Leben der jungen Geschwister alles andere als leicht. Polly wird von ihrem Bruder getrennt, findet aber in der jungen Shakerschwester Charity eine liebe Freundin. Eines Tages erkennt die Shakergemeinde in Polly eine „Seherin“. Ab diesem Zeitpunkt wird das Mädchen sehr genau beobachtet. Und immer noch versucht Polly, ihre Vergangenheit und ihr Geheimnis für sich zu behalten…

Interessant an diesem Roman fand ich die Stellen, in denen es um die Shakergemeinde geht. Man erfährt einiges über ihr Leben und die Glaubensrichtung. Das hätte für meinen Geschmack aber durchaus etwas mehr sein können.

Auch hätte ich etwas mehr Mystery erwartet, denn sowohl der Klappentext als auch der Titel weisen doch darauf hin. Auch das kam mir leider etwas zu kurz.

Die Sprache im Buch ist gut lesbar, nur manche Passagen zogen sich etwas in die Länge. Erzählt wird aus drei Perspektiven: aus der von Polly, aus der von Charity und aus der des Ermittlers Pryor. Dadurch ist das Buch abwechlsungsreich, aber dennoch tröpfelte die Handlung oft einfach nur dahin und es fehlte mir etwas an Spannung.

Deswegen gebe ich diesem Buch insgesamt nur drei von fünf Sternchen.

 

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