Annett Gröschner: Die Städtesammlerin – Mit der Linie 4 an die entlegensten Orte der Welt

Annett Gröschner: Die Städtesammlerin – Mit der Linie 4 an die entlegensten Orte der Welt

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Ich verreise sehr gerne und lese auch oft und gerne Reiseberichte, weil man sich damit in die entferntesten Orte der Welt hinwegträumen kann und auch vieles über Land und Leute erfährt. Deswegen war ich schon sehr auf Annett Gröschners „Die Städtesammlerin – Mit der Linie 4 an die entlegensten Orte der Welt“ gespannt. Titel und Klappentext klingen äußerst interessant.

Das Buchcover finde ich sehr ansprechend. Man sieht auf weißem Hintergrund das Foto einer Frau (wohl die Autorin selbst) mit einem gezeichneten Schal um den Hals, der im Wind weht. Im Hintergrund sind ein gezeichneter Bus und eine Straßenbahn mit jeweils der Nummer 4 zu sehen, was perfekt zum Buch passt. Der Titel ist in Knallrot aufgedruckt.

Auch die Idee des Buches fand ich interessant. Die Autorin fuhr in ihrer Kindheit zu Hause meist mit der Linie 4. Deswegen plante sie, auf ihren Reisen in verschiedene Länder und Städte nun immer in Straßenbahn oder Bus Nummer 4 zu steigen und auf der Fahrt Menschen und Orte zu beobachten. Ich finde, das klingt sehr vielversprechend und so war ich sehr auf dieses Buch gespannt. Auch die Orte aus dem Inhaltsverzeichnis klingen alle sehr interessant: Buenos Aires, Magdeburg, Alexandria, Klausenburg, Shanghai, Istanbul, Jekaterinenburg, Tartu, Tel Aviv, etc.

Doch leider kam schon sehr bald beim Lesen die Ernüchterung. Ich fand nicht so richtig in den Schreibstil der Autorin, was bei mir sehr selten vorkommt. Und so interessant fand ich die Schilderungen der Menschen und Orte dort auch nicht. Ich musste mich regelrecht durch dieses Buch quälen und habe es dann auch zu Ende gelesen, damit ich die Rezension schreiben kann. Sonst lege ich Bücher, die mir nicht gefallen, meist nach höchstens 50 Seiten weg.

Oft hat man den Eindruck, dass es auf den Fahrten nicht genug Interessantes zu sehen und zu erzählen gab und auch die Beschreibungen der Bahnen nicht ausreichten um ein Kapitel zu füllen. Es wurden nämlich sehr viele Stellen mit eher uninteressanten Zusatzinformationen und geschichtlichen Fakten gefüllt. Und dann endeten die meisten Kapitel auch noch abrupt.

Die Idee, die hinter dem Buch steht, finde ich aber grandios, nur leider gefiel mir die Umsetzung nicht. Da hätte man viel mehr draus machen können! Aber Geschmäcker sind verschieden. Es gibt bestimmt viele Leute, denen dieses Buch gefällt. Für mich war es langweilig, eine Aneinanderreihung trockener, meist uninteressanter Fakten.

Da die Idee aber gut ist, das Cover perfekt zum Inhalt passt, und ich das Buch dann doch noch bis zum Schluss gelesen habe, wenn auch ungern, vergebe ich gerade noch zwei Sternchen!

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