Ruth Rendell: Alle bösen Geister

Ruth Rendell: Alle bösen Geister

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Ich liebe Bücher von Ruth Rendell, deswegen war ich sehr auf diesen Krimi gespannt.

Optisch gefiel mir dieses Buch sehr gut und auch den Klappentext fand ich sehr interessant. Man sieht auf dem Cover einen Teil einer Häuserzeile. Dunkle Wolken ziehen auf, was ja gut zu einem Krimi passt.

Die Sprache der Autorin ist wie immer sehr gut und flüssig lesbar und bestens verständlich. Ihr Stil gefällt mir einfach immer wieder sehr gut.

In diesem Buch geht es um den Hexam Place, eine der exklusivsten Wohngegenden Londons und seine Bewohner. Man kommt anfangs leider nicht so gut in die Geschichte, weil es sehr viele Personen gibt. Erst so nach und nach erkennt man, wer zu wem gehört und wer in welcher Wohnung wohnt. Die Angestellten der reichen Menschen in dieser Gegend schließen sich zu einer Gemeinschaft zusammen und treffen sich regelmäßig in einem Pub. Zu dieser Gemeinschaft gehören Chauffeure, Gärtner, Köchinnen und andere Angestellte. Ein Mitglied dieser Gemeinschaft ist Rabia, ein muslimisches Kindermädchen, das selbst Mann und Kinder verloren hat. Dann gibt es Thea, die für eine ältere Dame einkauft und einem schwulen Pärchen zur Hand geht und dessen Hochzeit organisiert. Da ist Montserrat, ein Au Pair-Mädchen, das aber lieber das Leben genießt und Shoppen geht, June, die für eine etwas seltsame, angebliche Adelige arbeitet, Henry, der sowohl mit Ehefrau und Tochter seines Arbeitgebers ein Verhältnis hat, Dex, den Gärtner, der eine Zeit lang in der Psychiatrie war usw. Für mich waren das anfangs einfach zu viele Personen auf einmal, was den Lesespaß etwas störte.

Auf den eigentlichen Mord wartet man als Leser des Krimis leider etwas lange. Es geht zunächst nur um ein Portrait der Personen, die am Hexam Place wohnen. Dann ist plötzlich der Liebhaber der Ehefrau eines vermögenden Mannes tot und das Au Pair – Mädchen hilft dem Mann bei der Beseitigung der Leiche. Mehr wird hier aber nicht verraten.

Ich muss sagen, dass ich von diesem Buch leider etwas enttäuscht bin, bzw. mehr erwartet habe, da ich von anderen Büchern der Autorin sehr begeistert war. Dass es sich um einen Krimi handelt, merkt man erst nach vielen, vielen Seiten. Das fand ich etwas schade.

Der Schreibstil ist so schön wie immer, doch leider kam man durch die vielen verschiedenen Personen nicht so leicht in die Geschichte. Erst die zweite Hälfte des Romans fand ich besser.

Deswegen gibt es für dieses Buch von mir nur 3 Sternchen.

 

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