Ahmet Ümit: Die Gärten von Istanbul

Ahmet Ümit: Die Gärten von Istanbul

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Ich reise gern in orientalische Länder und war deswegen sehr auf diesen Krimi gespannt, der laut Cover ein Bestseller in der Türkei ist.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und es passt auch bestens zum Titel des Romans. Man sieht darauf ein wunderschönes Bild aus Istanbul.

An der Atatürk-Statue wird eine Leiche gefunden. Dies ist der Beginn einer Reihe von grausamen Morden. Schließlich gibt es sieben Tote an sieben historischen Stätten. Was hat es mit den Morden auf sich und was haben sie miteinander zu tun? Warum wird bei jedem Toten eine historische Münze gefunden? Oberkommissar Nevzat beginnt mit seinen Kollegen Zeynep und Ali zu ermitteln.

Das Buch ist in einer einfachen, gut lesbaren Sprache geschrieben. Da doch recht viele Personen vorkommen, war es anfangs etwas schwierig, diese auseinanderzuhalten, was vielleicht auch daran liegt, dass es türkische Namen waren. Der Autor schreibt sehr detailreich und historisch fundiert, was einerseits sehr schön ist, weil man glaubt, sich mitten in Istanbul zu befinden. Er schreibt über Plätze und Orte, geht tief in die Geschichte dieser Stadt ein. Andererseits sind diese Beschreibungen für die Spannung in einem Krimi eher hinderlich. Ich persönlich habe ja laut Cover einen Krimi erwartet. Durch die vielen historischen Abschweifungen und Beschreibungen der Stadt wurde die Handlung leider sehr blockiert und das Buch konnte deswegen als Krimi nicht sehr fesseln.

Für Menschen, die noch nicht in Istanbul waren, wäre evtl. ein Stadtplan zu Beginn des Buches hilfreich gewesen, denn so würden sich manche Leser einfach besser zurechtfinden.

Ich vergebe diesem „Krimi“ insgesamt drei von fünf Punkten, denn für einen Krimi kam mir die Spannung einfach zu kurz. Die Morde sind in diesem Buch eher Nebensache. Ich hatte eben einen Krimi erwartet. Die Beschreibungen der Stadt und die vielen historischen Fakten waren sehr detailliert und informativ. Nur finde ich, dass all dies in einem Krimi etwas mehr in den Hintergrund treten müsste.

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Sarah Hilary: Seelenkinder

Sarah Hilary: Seelenkinder

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Bei diesem Thriller fand ich schon den Titel und das Buchcover sehr ansprechend und interessant. Auf dem Cover, das in dunklen Farbtönen gehalten ist, sieht man eine dunkle Straße mit links und rechts je einer Häuserzeile. Das Kopfsteinpflaster schimmert rötlich-pink. Die Straße scheint bergauf zu führen und auf den ersten Blick im Nichts zu enden. Man sieht in der Ferne nur einen schemenhaften Zaun mit Hecke und einen purpurfarbenen Nachthimmel.

Bisher kannte ich die Autorin noch nicht und ich wusste auch nicht, dass es zu diesem Buch einen Vorgängerband gibt, den ich jetzt natürlich auch noch lesen möchte. Allerdings kommt man ohne Probleme mit diesem Thriller klar, auch wenn man den ersten Band nicht gelesen hat, da es sich in jedem Buch wohl um einen abgeschlossenen Fall handelt.

Wie schon im ersten Band ermitteln in diesem Buch Marnie und Noah. Terry Doyle, ein Familienvater, stößt bei Gartenarbeiten zufällig auf einen geheimen Bunker in seinem Garten in London. Darin werden die Leichen zweier Kinder gefunden, die wohl schon länger in diesem Versteck liegen müssen. Es sieht danach aus, als seien die beiden Jungen lebendig begraben worden. Da verschwinden plötzlich die Kinder von Terry Doyle…

Der Thriller beginnt zwar gleich sehr spannend. Leider zieht er sich dann aber etwas in die Länge. Auch die beiden Erzählstränge sorgen zu Beginn für Verwirrung. So wird einmal über die Ermittlungen erzählt und dann über Geschehnisse in einer psychiatrischen Anstalt. Hat man dann aber mal den Bogen raus, liest sich der Thriller flüssig. Mich hat das Buch am Anfang und dann wieder ab der Mitte gefesselt, dazwischen fand ich es stellenweise etwas langatmig.

Wenn man aber an der Geschichte dranbleibt, wird man irgendwann in ihren Bann gezogen. Es gibt unerwartete Wendungen und man ist entsetzt und geschockt. Keine leichte Kost, aber etwas für Thrillerfans!

Ich gebe dem Buch insgesamt vier von fünf Sternen, weil der erste Teil des Thrillers etwas langatmig war. Dann aber hat er mich doch sehr gefesselt!

 

Megan Miranda: Tick Tack. Wie lange kannst du lügen?

Megan Miranda: Tick Tack. Wie lange kannst du lügen?

Dieser Thriller sprach mich optisch sofort an. Das Buchcover ist dunkel gehalten, nur die beiden Wörter „Tick“ und „Tack“ oben und unten springen mit ihrem kräftigen Pink sofort ins Auge. Dazwischen ist ein unheimlicher, nächtlicher Wald zu erkennen. Ein richtig gutes Cover, das perfekt zu einem Triller passt.

Auch der Klappentext gefiel mir sehr gut und deshalb war ich sehr auf dieses Buch gespannt.

Schon von den ersten Seiten an hat es mich gleich gefesselt und ich konnte es kaum mehr aus der Hand legen. Sehr interessant ist, dass das Buch von hinten aufgewickelt ist.

Nic verließ ihre Heimatstadt vor zehn Jahren und lebt nun in Philadelphia. Da bekommt sie eines Tages die Nachricht von ihrem Bruder, dass man das Elternhaus verkaufen müsse, nachdem ihr Vater schon über ein Jahr in einem Pflegeheim lebt. Nic arbeitet als Psychologin an einer Schule und möchte nun die Sommerferien dazu nutzen, sich um das Ausräumen des Elternhauses zu kümmern. Ihr Verlassen des Heimatortes hatte damals mit dem plötzlichen Verschwinden ihrer Freundin Corinne zu tun. Dieses Ereignis beschäftigt und belastet Nic nach all den Jahren immer noch und wird gerade jetzt, als sie wieder in ihre Heimat reisen möchte, präsent. Noch dazu behauptet ihr Vater, er habe das verschwundene Mädchen erst kürzlich gesehen… Am Tag von Nics Ankunft am Elternhaus verschwindet plötzlich wieder ein Mädchen. Und dieses Mädchen war es, das Nic und ihrer Familie vor vielen Jahren ein Alibi geliefert hatte. Zwei Wochen später wird die Leiche einer jungen Frau gefunden.

Genau an diesem Punkt beginnt die Geschichte und wird nun von hinten aufgerollt. Nach und nach erfährt man, was alles in den zwei Wochen geschehen ist und wie das Ganze mit der Vergangenheit zusammenhängt. Diese Idee, die Geschichte von hinten zu beginnen, macht diesen Thriller zu etwas ganz Besonderem. Man fiebert auf jeder Seite mit und ist regelrecht gefesselt von diesem tollen Buch. Auch die Sprache fand ich richtig gut und bestens lesbar.

Nach und nach wird der Fall aufgerollt und man bekommt immer mehr Informationen zu den einzelnen Charakteren und wie diese in die Geschehnisse verwickelt sind. Das Ende war sehr gut und nicht vorhersehbar, aber so soll es ja bei einem spannenden Thriller auch sein.

Ich vergebe für dieses packende Buch volle Punktzahl: fünf Punkte. Ich kann es Thrillerfans bestens weiterempfehlen!

Uwe Wilhelm: Die 7 Farben des Blutes

Uwe Wilhelm: Die 7 Farben des Blutes

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Ich lese sehr gerne Thriller und war deswegen sehr auf Uwe Wilhelms Buch „Die Farben des Blutes“ gespannt.

Schon der Klappentext, der Titel und das Buchcover haben mein Interesse geweckt. Man sieht auf schwarzem Hintergrund den Titel und eine große Sieben, Bestandteil des Titels, auf der man Blutspuren erkennen kann. Das Cover passt also perfekt zum Inhalt des Buches.

Was hat es mit sieben Farben des Blutes auf sich? Wer ist der Mörder der drei Frauen, der in seinen Botschaften von sieben Heilungen spricht und sich selbst Dionysos nennt? Dann geschieht ein vierter Mord und Staatsanwältin Helena Faber macht sich auf die Jagd nach dem Täter. Und schon bald steht sie selbst im Visier des grausamen Psychopathen.

Der Autor schafft es schon auf den ersten Seiten Spannung aufzubauen. Man ist entsetzt, wie grausam Menschen sein können und fragt sich, welche Motive der Mörder hat und was seine geheimnisvollen Botschaften bedeuten sollen. Man ist sofort mitten in der Handlung und findet sich mit Personen und Orten bestens zurecht. Mir war allerdings sehr bald klar, wer der Mörder ist, dennoch habe ich sehr gerne weitergelesen, denn es war sehr interessant zu lesen, wie Helena Faber den Psychopathen jagt und man hoffte und bangte mit ihr, als sie schließlich ins Visier dieses grausamen Mannes geriet.

Sprachlich gefällt mir der Thriller auch sehr gut. Der Autor erzählt in einer einfachen, bestens lesbaren Sprache und schildert und beschreibt sehr gut. Man kann sich die Handlungsorte perfekt vorstellen. Aber auch die blutigen Verbrechen werden detailliert beschrieben. Also nichts für schwache Nerven!

Am Ende wird klar, dass es einen Folgeband geben muss. Warum, verrate ich hier natürlich nicht. Ich bin allerdings schon sehr auf eine Fortsetzungen gespannt und werde den Thriller dann sehr gerne lesen.

Dieses Buch kann ich allen Thrillerfans bestens empfehlen. Ich vergebe für dieses spannende und fesselnde Buch volle Punktzahl: fünf Sternchen!

 

 

 

Beth Penn: Das kleine Buch vom Aufräumen. Einfach Ordnung und Klarheit ins Leben bringen

Beth Penn: Das kleine Buch vom Aufräumen. Einfach Ordnung und Klarheit ins Leben bringen

Aufräumen, Minimalismus und Entrümpeln sind im Moment in aller Munde. Man muss sich aber auch wirklich manchmal von etwas trennen, um wieder freier atmen zu können und mehr Durchblick im Leben zu bekommen. Auch ich entrümple regelmäßig, war aber trotzdem sehr auf dieses Buch gespannt.

Das Taschenbuch ist etwas kleiner und hat deswegen ein sehr handliches Format. Schon das Buchcover finde ich ansprechend. Auf weißem Hintergrund sieht man Sandalen, zwei Bleistifte, einen Blumentopf und eine rote Tupfenbluse, wohl Dinge, die jemand aussortiert hat. So passt das Cover perfekt zum Inhalt des Buches.

Im Buch gibt es sehr viele zur Thematik passende Illustrationen. Man hat das Buch zwar recht schnell gelesen, aber man kann es anschließend immer wieder mal zur Hand nehmen, wenn man Hilfe beim Aufräumen braucht.

Nach der Lektüre des Buches habe ich keine neuen Erkenntnisse gewonnen, aber es hat sich bestätigt, dass es richtig ist, was ich schon immer mache. Aufräümen und Entrümpeln sind ein dauernder Prozess. Man muss ständig am Ball bleiben. Und Aufräumen tut gut und erleichtert, wenn man sich vom Ballast getrennt hat.

Das Buch ist in einer sehr gut lesbaren und verständlichen Sprache geschrieben und macht Lust, gleich wieder mit dem Entsorgen und Räumen weiterzumachen. In sieben Kapiteln beschäftigt sich die Autorin mit der Frage, was Krempel überhaupt ist, was das Aufräumen selbst ist und was es bedeutet, wie alles ordentlich bleibt, wann und wo man sich Grenzen setzen sollte, welche Vorsätze man sich fassen sollte, wie man seine Einstellung ändert usw.

Auch wenn es für mich nicht viele neuen Erkenntnisse waren, weil ich schon mehrere dieser Bücher gelesen habe und eigentlich alles schon so umsetze, habe ich das Buch doch sehr gerne gelesen und kann es bestens weiterempfehlen.

Ich gebe diesem Buch fünf Sternchen!

Ich habe diesmal leider kein Foto des Buches, da ich es einer Freundin empfohlen habe, die es sich ausgeliehen hat.