Judith Reinhard: Judith und das liebe Vieh – Mein neues Leben auf dem Land

Judith Reinhard: Judith und das liebe Vieh – Mein neues Leben auf dem Land

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Bücher und Zeitschriften über das Leben auf dem Land sind im Moment in aller Munde und auch ich lese diese gerne, auch wenn ich auf dem Land wohne. Deswegen hat dieser Titel gleich meine Aufmerksamkeit auf mich gezogen.

Das Buchcover passt perfekt zur Thematik des Buches. Man sieht darauf eine Frau im Vordergrund, bei der es sich um die Autorin selbst handelt. Im Hintergrund sind einige Rinder auf der Weide zu sehen. Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn die Tiere im Vordergrund gestanden hätten und sich die Autorin etwas im Hintergrund gehalten hätte. Aber das ist schließlich Geschmackssache.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und bestens lesbar. Man kann sich alles sehr gut vorstellen und ist beim Lesen sofort mitten in der Geschichte. Man glaubt selbst auf den Wümmewiesen zu sein, die Landluft zu riechen und die Gallowayrinder zu beobachten. Das Buch ist richtig kurzweilig und ich habe es sehr gerne gelesen. Es macht aber auch sehr nachdenklich, denn es gibt leider immer noch zu viele Menschen, die nicht nachhaltig sind. Fleisch wird in Massen konsumiert, Kleidung wird billig im Ausland produziert und bei manchen Menschen scheint es im Leben nur um Konsum zu gehen.

Da ich selbst auf dem Land wohne und versuche, achtsam und nachhaltig zu leben, kann ich Judith Reinhard sehr gut verstehen, dass sie irgendwann aus der Hektik ihres Alltags und ihrem Beruf als Modejournalistin ausbrechen möchte und ein völlig neues Leben mit der Zucht von Galloway-Rindern beginnt. Natürlich kann sie anfangs nicht von der Rinderzucht leben, aber sie reduziert irgendwann ihre Arbeit als Journalistin. Die Autorin wirkt sehr sympathisch und authentisch. Obwohl sie selbst auf dem Land aufwuchs, greift sie ihr neues Vorhaben auch etwas naiv an. Aber sie lernt stetig dazu und hat natürlich auch ihre Helfer, unter anderem ihren Mann, der sie bei ihrer neuen Tätigkeit so gut es geht unterstützt.

Ein richtig tolles Buch, bei dem man sehr viel über Rinderzucht lernt und bei dem es auch nicht zimperlich zugeht. So erfährt man auch, wie Tiere geschlachtet und verarbeitet werden. Aber das gehört eben zum Landleben dazu.

Ich gebe diesem interessanten Buch volle Punktzahl: fünf Sternchen!

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Stefanie Gerstenberger: Piniensommer

Stefanie Gerstenberger: Piniensommer

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Steafnie Gerstenberger kannte ich als Autorin noch nicht. Nach der Lektüre dieses romantischen, aber auch sehr emotionalen Romans werde ich nun aber weitere Bücher von ihr lesen. „Piniensommer“ fiel mir sofort wegen des wunderschönen Titels und des sehr ansprechenden Buchcovers auf. Schon der Titel verspricht einen Sommerroman, das Cover mit den Zapfen und Clementinen passt hervorragend dazu.

Ich wusste bei der Wahl dieses Buches gar nicht, dass es sich hier um eine Serie handelt, dass es also einen Vorgängerband zu dieser Geschichte gab. Das spielte beim Lesen aber auch überhaupt keine Rolle, denn ich fand mich sofort bestens im Roman zurecht und es gab keinerlei Verständnisschwierigkeiten. Dennoch habe ich vor, nun nachträglich den Vorgänger-Band zu lesen.

Die Autorin schreibt in einer wunderbaren, bestens lesbaren Sprache. Mit den Figuren und Handlungsorten findet man sich bestens zurecht. Sie beschreibt so bildlich, dass man sich sofort mitten in Sizilien wiederfindet. Man meint, die Wellen rauschen zu hören, riecht den Duft der Natur und des leckeren Essens dort. Mit diesem Buch kann man sich also bestens aus dem trüben, regnerischen „Sommerwetter“ in Deutschland hinwegträumen.

Der Roman spielt in den 60er Jahren auf Sizilien. Stella und Nicola lieben sich und treffen sich immer wieder heimlich, weil vor allem Nicolas Mutter gegen diese Beziehung ist. Stella gehört einer verarmten Adelsfamilie an, Nicola ist das einzige Kind einer Witwe und leidenschaftlicher Apnoetaucher. Obwohl beide aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten kommen und ihre Liebe von vielen Seiten nicht akzeptiert wird, schaffen sie es dennoch, zusammenzubleiben und gemeinsam ein Architekturstudium in Palermo aufzunehmen. Dabei ist Stella die Fleißigere, denn Nicola nutzt jede freie Minute um seinem gefährlichen Hobby nachzugehen. Mehrmals bekommt er beim Apnoetauchen gesundheitliche Probleme. Und dann beginnt er auch noch mit einem illegalen Radiosender, in dem er vor allem über das Unrecht und die Korruption in Sizilien berichtet. Setzt er mit all dem seine Liebe zu Stella aufs Spiel? Mehr wird hier aber nicht verraten…

Neben der oft sehr emotionalen und ergreifenden Liebesgeschichte erfährt der Leser viel über die Machtverhältnisse in Sizilien, über die sozialen und gesellschaftlichen Verhältnisse und über die Rolle der Mafia, was alles sehr interessant ist und den Roman zu einem sehr kurzweiligen Lesevergnügen macht.

Eine wunderschöne Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruhen soll! Ich kann diesen Roman bestens weiterempfehlen und vergebe volle Punktzahl: fünf Sternchen!

Brunonia Barry: Die Frauen von Salem

Brunonia Barry: Die Frauen von Salem

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Der Titel „Die Frauen von Salem“ weckte sofort mein Interesse, als ich dieses Buch sah. Hatte ich mich doch während meines Studiums vor vielen Jahren auch mit dem Thema Hexenverfolgung in Salem beschäftigt. Den neuen Roman zu diesem Thema musste ich natürlich unbedingt lesen.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut. Es ist schlicht und einfach gehalten. Man sieht darauf einen Teil eines blauen Kleides und die Arme und Hände einer Frau, in denen Muscheln gehalten werden. Und auch den Klappentext fand ich sehr interessant.

In diesem Roman geht es allerdings in erster Linie um das heutige Salem und nicht um das aus der Zeit der Hexenprozesse im 17. Jahrhundert. Gerade das fand ich aber ausgesprochen interessant.

Die Historikerin Rose, eine inzwischen psychisch kranke Frau, wird verdächtigt, an Halloween einen jungen Mann getötet zu haben, der sie zuvor mit einem Freund belästigt hatte. Schon 1989 wurde Rose verdächtigt, drei junge Frauen in der Halloweennnacht getötet zu haben. Das konnte ihr damals jedoch nicht nachgewiesen werden. Einzige Überlebende in der damaligen Nacht war die 5-jährige Callie, die Tochter einer der ermordeten Frauen. Den Mord an dem jungen Mann nun gibt Rose allerdings zu. Polizeichef John Rafferty startet die Ermittlungen. Er stellt eine Verbindung zum aktuellen Mordfall mit den Morden vor 25 Jahren her und er muss bei seinen Ermittlungen auch die Hexenverbrennungen von 1692 mit einbeziehen, denn irgendwie scheinen diese etwas mit den Fällen zu tun zu haben. Und auch heute noch scheint es die Hexenjagd in Salem zu geben…

Die Autorin Brunonia Barry kannte ich bisher noch nicht. Ihr Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist einfach und bestens lesbar. Figuren und Handlungsorte beschreibt Barry hervorragend, so dass man sich alles bestens vorstellen kann und schon nach den ersten Seiten mitten in der Geschichte ist. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Außerdem gelingt ihr es, eine gruselige Atmosphäre zu schaffen.

Manche Krimifans werden vielleicht enttäuscht sein, denn es geht in diesem Buch auch sehr mystisch zu. Es geht um Übersinnliches, Hexerei, Visionen, schwarze und weiße Magie. Aber gerade diese Mischung aus Krimi und Übersinnlichem hat mir sehr gut gefallen. Das Buch zog mich sofort in seinen Bann und ich konnte es kaum mehr aus den Händen legen.

Wer sich also für Geschichtliches in Kombination mit einem Krimi und mystischen Elementen interessiert, dem kann ich diesen Roman bestens empfehlen. Ich vergebe diesem tollen Buch volle Punktzahl: fünf Sternchen!

 

Jürgen Domian: Richtig leben … und dann tu, was du willst

Jürgen Domian: Richtig leben … und dann tu, was du willst

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Jürgen Domian kannte ich bisher nur aus dem Radio, und seine Talkshow spät nachts habe ich früher gerne gehört. Nun war ich sehr auf sein Buch gespannt, denn schon der Titel klingt für mich sehr interessant. Wie lebt man richtig?

Auch das Buchcover finde ich sehr schön und es passt perfekt zum Inhalt des Buches. Man sieht darauf auf weißem Hintergrund einen offenen, grauen Käfig, aus dem ein blauer Vogel fliegt.

Domian möchte in seinem sehr interessant geschriebenen Ratgeber Orientierungspunkte für ein „richtiges“ Leben geben. Er geht in seinen Kapiteln dabei nach den sieben Toidsünden vor und widmet jeder dieser Sünden einen eigenen Berich im Buch. So geht es um Hochmut, Zorn, Neid, Habgier, Trägheit, Wollust und Völlerei. Domian bildet sich zu den Todsünden eine eigene Meinung und immer wieder fließt auch Zen mit in seine Sichtweise ein, was für mich persönlich sehr interessant war.

Die Beispiele, die der Autor bringt, sind alle direkt aus dem Leben gegriffen und deswegen auch authentisch. Viele der Fälle kamen mir auch bekannt vor, denn man hat Ähnliches bereits im Freundes- oder Bekanntenkreis erlebt. So gibt es doch überall Menschen, die mit Stille und Ruhe nichts anfangen können, von einem Termin zum nächsten hetzen und die immer Action brauchen. Und es gibt auch Menschen, die nicht besonders achtsam und nachhaltig leben, sondern in ihrem Konsumrausch immer noch mehr und mehr besitzen möchten. Sich auf das Wesentliche und auf einfach Dinge zu konzentrieren, fällt vielen Menschen heutzutage sehr schwer.

Ob dieses Buch nun eine perfekte Anleitung für die richtige Lebensweise bietet, muss jeder selbst für sich entscheiden. Ich konnte Domian in sehr vielen Punkten nur zustimmen und habe das Buch auch sehr gerne gelesen. Der Schreibstil ist gut verständlich und bestens lesbar. Ich konnte das Buch auch kaum mehr aus den Händen legen, da es mich irgendwie gefesselt hat. Deswegen kann ich Domians „Richtig leben … und dann tu, was du willst“ auf alle Fälle weiterempfehlen und vergebe auch volle Punktzahl: fünf Sternchen!

 

Michele Ufer: Mentaltraining für Läufer – Weil Laufen auch Kopfsache ist

Michele Ufer: Mentaltraining für Läufer – Weil Laufen auch Kopfsache ist

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Über bloggdeinbuch.de durfte ich wieder einmal ein tolles Buch testlesen. Gesundheit und Fitness sind mir sehr wichtig und da ich gern joggen gehe, habe ich mich sehr auf die Lektüre von Michele Ufer gefreut: „Mentaltraining für Läufer – Weil Laufen auch Kopfsache ist“.

Das Buch hat ein sehr handliches Format und bereits der Klappentext zog mein Interesse auf sich. Auch das Buchcover gefällt mir optisch sehr gut. Es ist ganz in den Farben Weiß, Schwarz und Orange gehalten. In den Umriss eines Mannes ist das Bild einer Joggerin in einer abendlichen Landschaft integriert. Das passt natürlich bestens zur Thematik des Ratgebers. Auf den Umschlaginnenseiten findet man Informationen zum Autor und ein Foto von ihm. Sehr schön finde ich dort auch die blau aufgedruckten Zitate zum Thema Laufen.

Der Autor des Buches ist von Beruf Mentaltrainer und Experte für Sport- und Managementpsychologie. Und inzwischen ist er in der Laufszene sehr bekannt, nachdem er ein 250km-Wüstenrennen absolviert hat nach nur 4-monatiger Vorbereitungszeit. Der Mann weiß also, wovon er spricht, und das merkt man auf jeder Seite des Buches.

Sein Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist flüssig und auch für Laien bestens verständlich zu lesen. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen und wollte am liebsten alles sofort ausprobieren. Aber ich habe das Buch dann doch erst von der ersten bis zur letzten Seite gelesen und bin nun begeistert davon.

Das Buch ist auch innen optisch sehr ansprechend gestaltet. Man findet viele bunte Fotos, Tabellen, Übungen etc. Das alles lockert den Lesefluss auf. Besonders gut gefallen haben mir auch die Fragebogen, bei denen man einiges über sich selbst und sein Laufverhalten herausfinden kann. Und die Übungen werde ich gerne immer mal wieder machen.

In sieben sehr übersichtlich aufgebauten Kapiteln bekommt der Leser immer mehr Lust darauf, sofort loszulaufen. So beginnt Michele Ufer von seiner außergewöhnlichen Laufgeschichte zu erzählen. Er erklärt, wie viel Kopf beim Laufen eigentlich in den Füßen steckt, beschreibt, wie stark die Kraft der Psyche beim Joggen ist. Immer wieder wird auch direkt auf den Leser eingegangen. So kann man reflektieren und testen, wo man selbst gerade steht bzw. welche mentalen Stärken man selbst hat.  Der Autor gibt viele Tipps und motiviert. Besonders gut fand ich das 7D-Kopfkino, wo u.a. Wettkämpfe visualisiert werden. Der Autor testet das Selbstvertrauen des Lesers, geht aber natürlich auch auf die Schattenseiten des Laufens und den Umgang mit Misserfolg ein.

Ein richtig tolles Buch, das zum Laufen motiviert und das ich immer wieder sehr gerne zur Hand nehmen werde. Allen sportbegeisterten Menschen und solchen, die es werden möchten, kann ich diesen wunderbaren Ratgeber bestens empfehlen und vergebe für dieses tolle Buch volle Punktzahl: fünf Sternchen!

Erschienen ist das Buch hier.

Bestellen kann man es hier.