Das etwas andere Fitnessbuch: Gino Singh etc: Dungeons & Workouts: Vom Lauch mit Bauch zum Held von Welt. Das ultimative Training für jeden Gamer

Das etwas andere Fitnessbuch: Gino Singh etc: Dungeons & Workouts: Vom Lauch mit Bauch zum Held von Welt. Das ultimative Training für jeden Gamer

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Wer hat hier nicht ein Bild voller Vorurteile im Kopf? Gamer, die den ganzen Tag und die halbe Nacht in einem Kämmerchen sitzen, ununterbrochen zocken, links eine Cola, rechts eine Tüte Chips, etwas blass um die Nase und mit immer größer werdendem Bauchumfang…

Das alles muss aber nicht sein, denn mit diesem witzigen, tollen Fitnessbuch für Gamer schafft es vielleicht auch der größte Bewegungsmuffel, sich für einige Zeit lang vom Rechner zu lösen und etwas für seine Gesundheit und Beweglichkeit zu tun.



Über Bloggdeinbuch durfte ich dieses Workout-Buch testlesen und obwohl ich kein richtiger Gamer bin (Ich zocke wenn überhaupt nur ab und zu mit meinen Kindern an der Wii U.), habe ich einige Übungen daraus schon in mein Fitnessprogramm übernommen und schon zwei Kapitel durchgemacht.

Schon das Buchcover finde ich einfach nur passend und sehr ansprechend und auch der Klappentext klingt äußerst interessant. Man sieht auf dem Cover eine Szene aus einem Computerspiel, eine fiktive Welt mit Monstern, einem Schloss, zu dem ein steiler, enger Weg führt. Der Held selbst steht vor dieser Szenerie, nur in Schemen dargestellt und bereit zum Angriff auf die Monster.

So wie der Held auf dem Buchcover angriffsbereit ist, so sollte auch der typische Gamer das Buch und die Anleitungen darin in Angriff nehmen, um etwas für seine Fitness zu tun und nicht zum Couchpotato bzw. Zockerpotato zu werden.

Nach einem Vorwort und den Spielregeln findet man einen Prolog, in dem man seine persönliche Fitness testen kann. So kann man herausfinden, ob man Amateur, Profi oder Legende ist. Meiner Meinung nach sind aber schon die Einheiten für den Amateur  etwas anspruchsvoller. Ob diese Übungen eine ungeübte Person durchhalten kann, ist fraglich.

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Die einzelnen Übungen sind in verschiedenen Kapiteln zusammengefasst. Ansprechende Bilder geben zusätzliche Anleitungen. So weiß jeder ganz genau, wie die jeweilige Übung durchzuführen ist. Pro Woche sollte man aber nicht mehr als ein Kapitel durchmachen. So bleibt meiner Meinung nach auch die Motivation erhalten. Auch ich habe, seit ich das Buch erhalten habe, erst zwei der Kapitel durchtrainiert, werde aber auf jeden Fall am Ball bleiben. Ein Kapitel reicht pro Woche aber auch völlig aus.

Sehr hilfreich finde ich auch die Charakterbögen, die man einmal am Ende des Buches und auch zum Herausnehmen in der hinteren Umschlagseite findet. Hier kann man sich persönliche Notizen zum Training machen.

Hinten im Buch findet man auch Rezepte zum Nachkochen. Die Honorpfanne werde ich sicherlich demnächst ausprobieren.

Die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut. Es gibt viele Fotos und Zeichnungen und man glaubt bei der Lektüre, Teil eines Computerspiels zu sein.

Die Übungen lassen sich überall durchführen. Man braucht auch nicht viele Hilfsmittel für das Training, nur Dinge, die man sowieso zu Hause hat, etwa eine Wasserflasche.

Die Sprache im Buch ist einfach und sehr gut verständlich, alles wird genau beschrieben, so dass man wirklich sofort mit dem Training beginnen kann. Die Kombination aus Rollenspiel und Sport macht einfach Lust darauf, sich zu bewegen.

Ein wirklich tolles und außergewöhnliches Sport-Buch, das ich bestens weiterempfehlen kann. Ich gebe diesem Workout-Buch volle Punktzahl: fünf Sternchen!

Das Buch ist in diesem Verlag erschienen.

Bestellen kann man es hier.

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Emma Garnier: Grand Hotel Angst

Emma Garnier: Grand Hotel Angst

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Dieses Buch hat mich sofort angesprochen, als ich den Titel und das Cover sah. Und auch den Klappentext fand ich recht vielversprechend.

Auf dem Cover sieht man hinter einem schwarzen Gitter eine wunderschöne Landschaft: Palmen und ein strahlendblaues Meer. Durch das Gitter scheint diese Landschaft aber unerreichbar. Passend dazu ist der Titel in roten Buchstaben gedruckt: Grandhotel Angst.

Die Familie Angst betreibt in Italien am Meer ein Hotel. Und Nomen ist hier Omen, zumindest für die junge Engländerin Nell, die mit ihrem Mann hier in dieser wunderschönen Gegend im Jahr 1899 ihre Flitterwochen verbringen möchte. Doch schon bei ihrer Ankunft geschehen seltsame Dinge. So ist eine Küchenangestellte regelrecht schockiert, als sie Nell sieht, obwohl die junge Frau vorher noch nie in diesem Ort und auch noch nie in diesem Hotel war. Ihr Mann Oliver aber scheint schon öfter in diesem Hotel gewohnt zu haben. Bald erfährt Nell, dass es in diesem äußerst luxuriösen Hotel spuken soll. Ihren Mann Oliver scheinen sehr viele Menschen im Ort zu kennen und bei einem Abendessen in einem Restaurant kommt es zu einer seltsamen Begegnung mit einem Mann. Schon bald hat Nell große Angst und möchte so schnell wie möglich aus dem Hotel Angst verschwinden, aber ihr Mann vertröstet sie nur und hat nicht vor, in eine andere Unterkunft zu ziehen. Und dann geschieht ein Mord…

Die Sprache der Autorin ist sehr angenehm und flüssig lesbar. Sie beschreibt Handlungsorte und Personen sehr gut, so dass man schon nach wenigen Zeilen mitten in der Geschichte ist. Ich konnte das Buch kaum mehr aus den Händen legen, da ich es sehr spannend fand. Die düstere, etwas schaurige Stimmung wird von der Autorin perfekt beschrieben. Manchmal fühlte ich mich beim Lesen an Daphne du Mauriers Romane erinnert.

Ich habe diesen Roman sehr gerne gelesen und kann ihn bestens weiterempfehlen. Man leidet mit der Protagonistin mit und möchte ihr helfen, aus diesem Hotel und von diesem Ort fliehen zu können. Oft weiß man gar nicht, wem von all den Figuren man überhaupt noch trauen kann. Auch am Ehemann Nells hat man schon bald Zweifel… Mehr wird hier allerdings nicht verraten.

Für diesen spannenden, fesselnden Roman vergebe ich volle Punktzahl: fünf Sternchen!

Laura Lynne Jackson: Das Licht zwischen uns. Botschaften von Verstorbenen, Antworten für unser Leben

Laura Lynne Jackson: Das Licht zwischen uns. Botschaften von Verstorbenen, Antworten für unser Leben

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Botschaften aus dem Jenseits? Sprechen mit Verstorbenen? Über solche Themen las ich bisher gern in Thrillern und Mysteryromanen. Aber ein Tatsachenbericht? Ich war anfangs sehr, sehr skeptisch, weil ich an solche Dinge nicht glaube… Eher hoffe ich, dass es so etwas wie das Jenseits gibt und dass man dort auf seine lieben Verstorbenen trifft.

Trotzdem hat mich dieses Buch irgendwie angesprochen und dann zog es mich richtig in seinen Bann und ich konnte kaum mehr aufhören, es zu lesen.

Das Buchcover ist eher schlicht gestaltet, aber ich finde, es passt sehr gut zur Thematik des Buches.

Laura Lynne Jackson ist verheiratet, Mutter und arbeitet als Englischlehrerin. Sie führt eigentlich ein normales Leben. Doch seit ihrer Kindheit kann sie Zukünftiges voraussehen und mit Toten sprechen. Es beginnt damit, dass sie den Tod ihres Großvaters vorhersagen kann. Sie erkennt auch die Aura eines Menschen und kann dessen Emotionen lesen. Irgendwann beginnt Laura nebenbei als Medium zu arbeiten, bei sich zu Hause, aber auch am Telefon. Später trifft sie sich mit anderen Medien und nimmt auch an Seminaren teil, lässt sich von diversen Instituten auf ihre Fähigkeiten bzw. Gaben testen. Irgendwann muss sie ihre „Nebenbeschäftigung“ auch ihrer Chefin an der Schule beichten, die das Ganze sehr gut aufnimmt…

Die Autorin schreibt in einer sehr guten, leicht verständlichen Sprache. Man kann das Buch bestens lesen und ist schon nach wenigen Seiten regelrecht gefesselt davon. Zu keiner Zeit wird das Buch langatmig oder langweilig. Man liest weiter, weil man unbedingt wissen will, wie es weitergeht und welche Dinge Laura sieht. Oft wird man auch sehr nachdenklich. Was, wenn es wirklich so ist, und es wirklich Menschen gibt, die mit den Verstorbenen kommunizieren können und die die Zukunft vorhersagen können? Bei Laura funktioniert es übrigens nicht, einen Bklick auf die eigenen Zukunft zu werfen…

Das Buch ist mitreißend und oft auch sehr emotional. Ich habe es sehr gerne gelesen und gebe dafür volle Punktzahl: fünf Sternchen, auch wenn ich vor der Lektüre doch sehr skeptisch war. Wer weiß, vielleicht gibt es doch Dinge, die unglaublich erscheinen und vielleicht gibt es wirklich Menschen, die in die Zukunft sehen können und mit Verstorbenen kommunizieren können. So richtig glauben kann ich es immer noch nicht, aber die Vorstellung ist schön und ich hoffe eben weiterhin, dass es so etwas gibt…

 

Aeneas Rooch: Rubbel die Katz. Oder wie man Wasser biegt. Die wunderbare Welt der Alltagsphysik

Aeneas Rooch: Rubbel die Katz. Oder wie man Wasser biegt. Die wunderbare Welt der Alltagsphysik

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Ein Buch über Physik? Oh je, mag sich da mancher denken. Auch ich hätte mir nie gedacht, dass ich jemals freiwillig ein Buch über Physik lesen würde. Nun habe ich es getan, und was soll ich sagen? Ich bin total begeistert!

Schon optisch gefällt mir dieses Taschenbuch sehr gut. Das Cover ist wie eine Schultafel gestaltet. Auf schwarzem Grund ist der Titel gelb und weiß aufgedruckt. Das passt für mich perfekt zum Buch. Auch Titel und Klappentext klangen für mich sehr interessant.

Bereits nach den ersten Zeilen zog mich das Buch in seinen Bann, denn die Themen sind alle sehr witzig, der Autor schreibt in einer sehr unterhaltsamen, witzigen Sprache und dennoch wird alles wissenschaftlich fundiert erklärt.

Man kann das Buch von vorn nach hinten lesen, oder aber je nach Interesse vorgehen. In einem Inhaltsverzeichnis findet man nämlich die verschiedenen Experimente aufgelistet. Man erfährt, warum die Sterne funkeln, aber der Mond nicht oder warum der Schnee weiß ist, der Autor antwortet auf Fragen wie „Warum ist der Himmel blau?“, „Warum kann man ein Smartphone mit einer Wurst bedienen?“, „Wie leuchtet ein Textmarker?“ oder „Wieso können Bergsteiger keine Eier kochen?“

Jedes Kapitel im Buch ist nach dem gleichen Schema aufgebaut. Zunächst wird das Experiment erklärt, dann wird beschrieben, was man dabei sieht. Anschließend schreibt der Autor darüber, was bei diesem Experiment vor sich geht und antwortet dann noch auf unterschiedliche Fragen zu der jeweiligen Thematik. Alles ist sehr unterhaltsam und bestens verständlich erklärt.

Viele der Experimente im Buch lassen sich auch zu Hause nachmachen. Wir haben einiges davon mit unseren Kindern getestet und waren alle total begeistert. Oder wissen Sie so spontan, wie man eine Flasche Wein mit einem Schub öffnet, wie man einen Wasserstrahl ablenkt oder wie man seinen Cappucchino singen lässt?

Das alles weiß ich nun und ich kann dieses tolle Buch nur bestens weiterempfehlen. Hätte ich solche Lehrer in Physik gehabt, hätte mir diese Naturwissenschaft sehr viel Spaß gemacht…

Ich gebe diesem wunderbaren, sehr lehrreichen Buch volle Punktzahl: fünf Sternchen!

Judith Reinhard: Judith und das liebe Vieh – Mein neues Leben auf dem Land

Judith Reinhard: Judith und das liebe Vieh – Mein neues Leben auf dem Land

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Bücher und Zeitschriften über das Leben auf dem Land sind im Moment in aller Munde und auch ich lese diese gerne, auch wenn ich auf dem Land wohne. Deswegen hat dieser Titel gleich meine Aufmerksamkeit auf mich gezogen.

Das Buchcover passt perfekt zur Thematik des Buches. Man sieht darauf eine Frau im Vordergrund, bei der es sich um die Autorin selbst handelt. Im Hintergrund sind einige Rinder auf der Weide zu sehen. Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn die Tiere im Vordergrund gestanden hätten und sich die Autorin etwas im Hintergrund gehalten hätte. Aber das ist schließlich Geschmackssache.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und bestens lesbar. Man kann sich alles sehr gut vorstellen und ist beim Lesen sofort mitten in der Geschichte. Man glaubt selbst auf den Wümmewiesen zu sein, die Landluft zu riechen und die Gallowayrinder zu beobachten. Das Buch ist richtig kurzweilig und ich habe es sehr gerne gelesen. Es macht aber auch sehr nachdenklich, denn es gibt leider immer noch zu viele Menschen, die nicht nachhaltig sind. Fleisch wird in Massen konsumiert, Kleidung wird billig im Ausland produziert und bei manchen Menschen scheint es im Leben nur um Konsum zu gehen.

Da ich selbst auf dem Land wohne und versuche, achtsam und nachhaltig zu leben, kann ich Judith Reinhard sehr gut verstehen, dass sie irgendwann aus der Hektik ihres Alltags und ihrem Beruf als Modejournalistin ausbrechen möchte und ein völlig neues Leben mit der Zucht von Galloway-Rindern beginnt. Natürlich kann sie anfangs nicht von der Rinderzucht leben, aber sie reduziert irgendwann ihre Arbeit als Journalistin. Die Autorin wirkt sehr sympathisch und authentisch. Obwohl sie selbst auf dem Land aufwuchs, greift sie ihr neues Vorhaben auch etwas naiv an. Aber sie lernt stetig dazu und hat natürlich auch ihre Helfer, unter anderem ihren Mann, der sie bei ihrer neuen Tätigkeit so gut es geht unterstützt.

Ein richtig tolles Buch, bei dem man sehr viel über Rinderzucht lernt und bei dem es auch nicht zimperlich zugeht. So erfährt man auch, wie Tiere geschlachtet und verarbeitet werden. Aber das gehört eben zum Landleben dazu.

Ich gebe diesem interessanten Buch volle Punktzahl: fünf Sternchen!