Scarlett Curtis: The Future Is Female! Was Frauen über Feminismus denken

Scarlett Curtis: The Future Is Female! Was Frauen über Feminismus denken

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Dieses Buch ist mit seinem Knallpink, das perfekt zum Inhalt passt, so auffällig, dass es einem in einer Buchhandlung sofort ins Auge springt. Auch den Klappentext und Titel fand ich sehr interessant.

In diesem sehr kurzweiligen Buch kommen die verschiedensten Frauen zu Wort: ältere und jüngere Frauen, berühmte und unbekannte Frauen, Frauen aus allen Gesellschaftsschichten und Kulturen. Genauso unterschiedlich wie die Frauen sind, sind auch ihre Texte. Einige Texte berühren und lassen einen nachdenklich werden, andere sind sehr informativ, aber alles sind persönliche Geschichten von Frauen. Und es geht natürlich immer auch um Gleichberechtigung.

Man muss keine Feministin sein, um dieses Buch zu lesen. Es ist in verschiedene Kapitel unterteilt wie „Erleuchtung“, „Zorn“, „Freude“, „Zeit für ein bisschen Poesie“, „Aktion“ oder „Bildung“. Ich habe das Buch von vorn nach hinten gelesen, man könnte es aber auch einfach so zur Hand nehmen und irgendeinen Artikel je nach Lust und Laune lesen. So informieren die Texte z.B. über Co-Parenting, über eine Playlist für Feministinnen und Feministen, über muslimische Frauen, über weiße Frauen ohne BH etc.

Sehr gut gefällt mir, dass zwischen den einzelnen Berichten und Geschichten Zitate in großer Schrift zu finden sind. Hinten im Buch findet man einige linierte Seiten, auf denen man seine eigenen Gedanken zum Thema verewigen kann.

Ein richtig gutes Buch, das ich in kurzer Zeit ausgelesen habe, weil es so interessant war, aber das ich auch gern immer mal wieder zum Schmökern zur Hand nehmen werde.

Ich gebe diesem knallpinken Werk volle Punktzahl: fünf Sternchen und kann es bestens weiterempfehlen. Es ist nicht nur für Feministinnen!

 

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Torsten Johannknecht: Die Welt von oben. 3 Kontinente, 7 Monate und jede Menge Abenteuer – in Schuhgröße 52

Torsten Johannknecht: Die Welt von oben. 3 Kontinente, 7 Monate und jede Menge Abenteuer – in Schuhgröße 52

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Ich lese sehr gerne Berichte und Bücher von Menschen, die auf Weltreise gehen, deswegen war ich sehr auf dieses Buch von Tortsen Johannknecht gespannt, der mit seiner Frau in sieben Monaten drei Kontinente bereist.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und es passt auch sehr gut zum Inhalt. Man sieht darauf einen Mann, den über 2 Meter großen Autor, der mit gezeichneten, riesigen, gelben Wanderstiefeln auf einer Weltkugel steht. Und auch das passt bestens, da der Autor selbst ja Schuhgröße 52 hat, was sich während der Reise als echtes Problem herausstellen wird.

Klappentext und Titel, der übrigens auch perfekt zum Inhalt passt, haben sofort mein Interesse geweckt.

Torsten und seine Frau Bärbel bereisen die Länder Kolumbien, Peru, Bolivien, Chile, Argentinien, Neuseeland, Australien, Fidschi, China und Indonesien. Sie erleben Kurioses, Witziges, aber wie es eben auf einer Weltreise ist, gibt es auch immer wieder negative Seiten. Und auch seine Körpergröße macht ihm oft zu schaffen. So erkennt er z.B., dass es in anderen Ländern gar nicht so einfach ist, Wanderschuhe in Größe 52 zu beschaffen, als seine Schuhe eines Tages gestohlen werden.

Der Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen. Der Autor erzählt auf witzige Art und Weise und verwendet sehr oft umgangssprachliche Ausdrücke, was mich beim Lesen irgendwann einfach störte. Auch finde ich, wird an einigen Stellen sehr gejammert, was das Lesevergnügen etwas trübte.

Insgesamt aber ein toller Reisebericht, der Lust darauf macht, andere Länder zu entdecken. Ich vergebe diesem Buch vier von fünf Sternen, weil mich die Umgangssprache und das Negative zwischendurch immer mal wieder gestört haben.

Stephen O’Shea: Die Alpen. Von Hannibal bis Heidi. Geschichten, Mythen und Legenden

Stephen O’Shea: Die Alpen. Von Hannibal bis Heidi. Geschichten, Mythen und Legenden

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Wir sind sehr gerne in den Alpen unterwegs, lieben die Landschaft zu allen Jahreszeiten. Ob im Frühjahr, Sommer und Herbst zum Wandern oder im Winter um dort Ski- und Schlitten zu fahren. Deswegen war ich sehr auf dieses Buch gespannt, dessen Titel eine unserer Lieblingsregionen nennt.

Das gezeichnete Buchcover mit dem Zug und den verschneiten Bergen im Hintergrund finde ich passend und sehr gelungen, weil es auch perfekt zur Thematik des Buches passt.

Man meint, die Alpen zu kennen, wird aber in diesem Buch auch in unbekanntere Gegenden der Alpen entführt. Zur besseren Orientierung findet man auf der Umschlaginnenseite eine Landkarte.

Da wir selbst schon einen Großteil der Orte, die in diesem Buch vorgestellt werden, bereist haben, kannte ich schon vieles. So erntete ich vor zwei Jahren sehr fragende Blicke, als ich Mitte August bei fast 40 Grad Hitze erklärte, dass wir jetzt zum Stilfserjoch zum Skifahren fahren würden. Oder wie begeistert waren meine Kinder, als wir ihnen sagten, wir würden dorthin fahren, wo Heidi einst auf Wiesen mit ihren Ziegen spielte. Wie oft sind wir schon über den Fernpass gefahren, durch Berchtesgaden und das Salzkammergut. Trotz allem war das Buch aber auch für mich sehr lesenswert.

Nach einem Vorwort werden die Alpen in drei Teilen vorgestellt. So geht es im ersten Teil um die Alpen vom Genfer See bis zum Gotthardpass. Man lernt hier so einiges Wissenswertes über den Genfer See, den Mont Blanc, den St. Bernhard und das Matterhorn, den Furkapass, den Gotthardpass etc. Im zweiten Teil wird man ins Heidiland mitgenommen bis hin nach Grindelwald. Im dritten Teil reist man von Innsbruck nach Triest, über den Fernpass, Sudelfeld und Berchtesgaden, das Salzkammergut und den Großglockner, die Dolomiten und das Stilfserjoch etc.

Die Sprache im Buch ist sehr gut und flüssig lesbar. Man erfährt in diesem Buch nicht nur wahnsinnig viel Interessantes über die Landschaft der Alpen, sondern auch viel Geschichtliches und auch viele schöne Mythen und Sagen.

Schön wäre es gewesen, wenn das Buch ein paar Bilder bzw. Fotos enthalten würde. Das hat mir etwas gefehlt. Ansonsten fand ich das Buch richtig klasse und kann es bestens weiterempfehlen.

Ich vergebe diesem Buch volle Punktzahl: fünf Sternchen!

Leonora Christina Skov: Das Inselhaus

Leonora Christina Skov: Das Inselhaus

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Bücher, die auf Inseln spielen, faszinieren mich irgendwie. Warum, kann ich gar nicht sagen. Nachdem ich kurz zuvor einen Roman, der auf einer kanadischen Insel spielte, gelesen hatte, war ich nun sehr auf diesen Krimi gespannt, der auf einer dänischen Insel spielt.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut, denn es passt hervorragend zum Titel und Inhalt des Romans. Durch eine scheinbar zersprungene Fensterscheibe sieht man eine stürmische See und einen düsteren Himmel.

Der Klappentext war so ansprechend, dass ich so schnell wie möglich mit der Lektüre des Buches beginnen musste.

Eine schnelle Nebenbeilektüre ist dieses Buch allerdings nicht, da man sich am Anfang zuerst mit den vielen verschiedenen Personen zurechtfinden muss. Es gibt viele Namen, viele Vorstellungen verschiedener Lebensläufe bzw. -situationen. Hat man diese dann aber verstanden, kann man tiefer in die Handlung eintauchen und wird regelrecht mitgerissen. Die Sprache ist sehr gut und flüssig lesbar und schon bald wird Spannung aufgebaut, so dass man das Buch nicht mehr aus den Händen legen kann.

Sieben Menschen, Männer und Frauen verschiedenen Alters, die sich vorher nie zuvor getroffen haben, werden zu einem Arbeitsaufenthalt auf einer einsamen Insel in Dänemark eingeladen. Es sind Wissenschaftler, Journalisten, Autoren, eine Duftkreateurin etc. Sie alle nehmen die Einladung auf die Insel an, die man nur mit einem privaten Boot erreichen kann und auf der es weder Internet noch Handyempfang gibt. Und sie alle werden in dem einzigen Haus auf der Insel wohnen, einem Haus ganz aus Glas… Und dann geschehen merkwürdige Dinge auf der Insel und es gibt auch Tote… Mehr wird hier nicht verraten…

Ich fand die Idee, die hinter dem Buch steckt, sehr gut, auch wenn es nichts Neues ist. Man denke an die „Zehn kleinen Negerlein…“.

Ein paar Ungereimtheiten gab es auch. Ich habe mich z.B. während der Lektüre ständig gefragt, wie Menschen heutzutage so naiv sein können und eine Einladung eines Unbekannten auf eine Insel, die nicht einmal im Internet erwähnt wird, anzunehmen. Ich hätte zuerst mal online nach der Insel geforscht und dann herauszufinden versucht, wer mich da denn eingeladen hat und warum.

Und auch weil es anfangs mit den vielen Personen etwas verwirrend war, vergebe ich dem Buch insgesamt nur 4 Punkte. Insgesamt fand ich es aber sehr faszinierend und mitreißend.

Jean E. Pendziwol: Das Licht der Insel

Jean E. Pendziwol: Das Licht der Insel

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Auf diesen Roman war ich sehr gespannt. Die Autorin Jean E. Pendziwol kannte ich bisher noch nicht, ich hatte aber gelesen, dass sie bisher nur Kinderbücher verfasst hatte und es sich bei „Das Licht der Insel“ um ihren ersten Roman für Erwachsene handelt. Und ich muss sagen, er ist ihr bestens geglückt! Ich konnte das Buch kaum mehr aus den Händen legen und warte schon gespannt auf weitere Werke dieser Autorin!

Schon das Buchcover finde ich wunderschön. Man sieht darauf einen Leuchtturm auf einer Insel und Wasser, über dem Vögel kreisen. Die Stimmung ist recht düster. Auch auf der Innenseite der Buchklappe findet man ein ähnliches Bild, was mir sehr gut gefällt. Der Titel ist in glänzendem Pink aufgedruckt. Ein für mich sehr ansprechendes Cover! Und auch der Klappentext machte mich sehr auf dieses Buch neugierig.

Schon nach den ersten Zeilen war ich mitten im Roman und konnte ihn kaum mehr aus den Händen legen, so spannend und zum Teil ergreifend war er. Mit Personen und Handlungsorten findet man sich gleich bestens zurecht und auch die Sprache ist sehr gut und flüssig lesbar. Die Gegend und die Natur werden sehr ausführlich beschrieben, was das Ganze sehr authentisch macht.

Die Geschichte spielt in Kanada, auf Porphyry Island, einer Insel im Lake Superior. Dort wachsen die Zwillingsmädchen Elizabeth und Emily und ihr Bruder Charles sehr abgeschieden auf. Sie sind die Kinder des Leuchtturmwärters auf der Insel. Emily ist ein ganz besonderes Kind und unterscheidet sich sehr von ihren Geschwistern. Sie spricht nicht, aber dafür malt sie wunderschöne Pflanzenbilder und hat einen außergewöhnlichen Zugang zu Tieren.

Nun ist Elizabeth eine alte Dame, die in einem Altersheim lebt. Noch immer denkt sie an die Zeit auf der Insel zurück, auf der auch rätselhafte Dinge geschahen, die sie immer noch sehr beschäftigen. Da wird plötzlich das Bootswrack ihres Bruders Charles gefunden. Im Schiff werden Tagebücher ihres lange verstorbenen Vaters entdeckt, die nun so einiges über die Familiengeschichte des Leuchtturmwärters aufdecken. Mehr wird hier natürlich nicht verraten…

Ich fand das Buch sehr fesselnd und spannend, oft auch sehr ergreifend und emotional. Es geht um das einsame Leben auf einer Insel, um Geschwisterliebe und um Familiengeheimnisse, die es aufzudecken gilt.

Ein faszinierender Roman, den ich bestens weiterempfehlen kann und dem ich natürlich volle Punktzahl gebe: fünf Sternchen!