Claire Douglas: Missing. Niemand sagt die ganze Wahrheit

Claire Douglas: Missing. Niemand sagt die ganze Wahrheit

Werbung (unbezahlt)

missing20-9-2018.jpg

Werbung (unbezahlt)

Ich lese sehr gerne Thriller, besonders, wenn sie in England spielen. Deswegen war ich auf diesen Bestseller aus England sehr gespannt.

Schon den Klappentext und das Buchcover fand ich sehr interessant. Man sieht auf dem Cover eine junge Frau in rotem Kurzmantel, die auf einem Steg auf ein sehr stürmisches Meer zugeht. Der Himmel sieht düster aus, im Hintergrund ist am Ufer eine Ortschaft zu erkennen, Vögel kreisen am Himmel. Das alles passt perfekt zu diesem spannenden Thriller.

Schon nach den ersten Zeilen zog mich dieses sehr spannende Buch in seinen Bann. Ich konnte es kaum mehr aus den Händen legen, zu gern wollte ich wissen, was es mit der verschwundenen Sophie auf sich hat, ob ihre Leiche nun nach 18 Jahren wirklich angespült wurde und was Frankie und ihre Freunde mit der ganzen Sache zu tun hatten.

Der Thriller wird aus zwei Perspektiven geschrieben. Da ist Frankie, die in der Gegenwart berichtet. Und dann ist da die verschwundene Sophie, von der man in Tagebucheinträgen über die Vergangenheit erfährt. Man ist regelrecht gefesselt von den Erzählungen der Frauen, die einst beste Freundinnen waren und ihre Kindheit und Jugend in einer englischen Kleinstadt am Meer verbrachten, bis Sophie eines Tages in einer Nacht spurlos verschwand. Frankie, die inzwischen in London lebt und arbeitet, erfährt nun 18 Jahre nach dem Vorfall von Sophies Bruder, dass ein Fuß einer Leiche an Land gespült wurde, bei der es sich eventuell um die verschwundene Sophie halten könnte. Frankie reist sofort nach Oldcliffe um Näheres zu erfahren und um Daniel, Sophies Bruder beizustehen. In ihrer alten Heimat wohnt sie in einer Pension, wo plötzlich seltsame Dinge geschehen. Frankie fühlt sich verfolgt, sie findet seltsame Botschaften auf Zetteln, die Bewohner des Ortes verhalten sich ihr gegenüber merkwürdig, sie weiß nicht merh, wem sie überhaupt trauen kann und dann glaubt sie auch noch eine Frau gesehen zu haben, die Sophie sein könnte… Mehr wird aber hier nicht verraten.

Auch sprachlich fand ich das Buch sehr schön. Man konnte es gut und flüssig lesen und hatte das Gefühl, ständig mit dabei zu sein. Spannung wird schon auf den ersten Seiten aufgebaut und man möchte unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht bzw. was mit Sophie wirklich geschah.

Ich kann diesen tollen Thriller bestens weiterempfehlen und vergebe für dieses spannende Buch volle Punktzahl: fünf Sternchen!

Advertisements

Lutz Wilhelm Kellerhoff: Die Tote im Wannsee

Lutz Wilhelm Kellerhoff: Die Tote im Wannsee

Werbung (unbezahlt)

toteimwannsee20-9-2018.jpg

Werbung (unbezahlt)

Krimis lese ich sehr gerne und deswegen war ich sehr auf dieses Buch des Berliner Autorentrios Martin Lutz, Sven Felix Kellerhoff und Uwe Wilhelm gespannt. Noch dazu war ich neugierig, wie man es schafft, zu dritt einen Roman zu schreiben und ob dies auch wirklich gelingen kann.

Das Buchcover und den Klappentext fand ich schon sehr ansprechend und interessant. Auf dem Cover, das ganz in Hellblau-Grau-Schwarz gehalten ist, erkennt man einen Mann und eine Frau ohne Helm auf einem Roller oder Moped irgendwo in einer Stadt. An den Autos im Hintergrund und am Fehlen der Helme erahnt man, dass es sich um eine historische Aufnahme handeln muss. Das Cover passt perfekt zur Thematik des Krimis, der 1968 in politisch aufgeheizten Zeiten spielt, so wie es auch der Klappentext verspricht.

Ich fand es sehr interessant einen Krimi zu lesen, der in der Zeit der 68er spielt: Studentendemos in West-Berlin, die Stasi auf der anderen Seite der Mauer, Persönlichkeiten wie Willy Brandt, Uschi Obermaier oder Rudi Dutschke… Vor diesem historischen Hintergrund, der den Krimi sehr authentisch wirken lässt, wird eine junge Mutter tot im Berliner Wannsee aufgefunden. Ihr Ehemann, der als Verdächtiger festgenommen wird, nimmt sich das Leben. Seltsam ist auch, dass die gemeinsamen Kinder verschwunden sind. Kommissar Hellers Ermittlungen führen ihn bald zu den Machtzentren der Stadt. Was hatte es mit der ermordeten Heidi Gent auf sich? Und hat ihr ehemaliger Arbeitgeber, ein Berliner Anwalt etwas mit ihrem Tod zu tun? Und warum versucht Hellers Chef ihn an seinen Ermittlungen zu hindern?

Ich fand diesen Krimi wirklich fesselnd. Man taucht schon auf den ersten Seiten mitten in die Handlung ein und kann das Buch kaum mehr aus den Händen legen, so spannend ist es. Dabei kann man sich bestens in die Atmosphäre der damaligen Zeit in Berlin hineinversetzen. Auch sprachlich finde ich diesen Krimi gelungen.

Auf den hinteren Seiten findet man ein Glossar, in dem Begriffen wie „kleinbürgerlich“, „Kommune“, „Luftbrücke“, Namen wie „Benno Ohnesorg“, „Rudi Dutschke“ oder Orte wie „Checkpoint Charlie“ erklärt werden.

Meine anfängliche Skepsis, wie es möglich ist, zu dritt einen Roman zu schreiben, hat sich sehr schnell aufgelöst. Ich bin sehr begeistert von der Teamarbeit der Autoren und freue mich schon, wieder einmal einen Krimi von ihnen zu lesen.

Ich kann dieses Buch bestens an alle Krimiliebhaber, die auch interessiert an Geschichte sind, weiterempfehlen und vergebe volle Punktzahl: fünf Sternchen.

Schaut doch mal hier vorbei: https://www.instagram.com/lutz_wilhelm_kellerhoff/

Ellen Sandberg: Die Vergessenen

Ellen Sandberg: Die Vergessenen

Werbung (unbezahlt)

dievergessenen1-8-2018.jpg

Werbung (unbezahlt)

Dieser Roman von Ellen Sandberg hat mich schon optisch sehr angesprochen. Auf dem Buchcover sieht man eine düstere Stimmung. Vorn hohe, vertrocknete Gräser in einem scheinbar verwilderten Garten. Im Hintergrund sieht man ein heruntergekommenes Haus, am Himmel fliegen Vögel vor Gewitter- oder Regenwolken. Hat man den Roman gelesen, erkennt man, dass das Cover perfekt zum Inhalt des Buches passt.

Auch den Klappentext fand ich äußerst interessant und so war ich sehr auf die Lektüre gespannt. Der Schreibstil ist fesselnd, ein flüssiges Lesen ist bestens möglich. Man findet sich auch sehr gut mit Personen und Handlungsorten zurecht. Und auch, dass das Buch in zwei Zeitebenen spielt, ist bei der Lektüre überhaupt kein Problem. Ich war sofort gefesselt und konnte das Buch kaum mehr aus den Händen legen. Man war oft schockiert und entsetzt. Obwohl es sich hier um einen Roman handelt, musste man doch immer daran denken, dass all dies auch in Wirklichkeit geschah: Euthanasie zur NS-Zeit.

Sehr interessant ist, dass der historische Teil ein Roman ist, der Teil, der in der Gegenwart spielt als Krimi bezeichnet werden kann.

Kathrin Mändler arbeitet als junge Frau als Krankenschwester in der Heil- und Pflegeanstalt Winkelberg und trifft dort auf den Arzt Karl Landmann. Sie geht mit ihm eine heimliche Beziehung ein und erkennt nach und nach, welche Grausamkeiten in Winkelberg geschehen, in die Karl involviert ist. Als alte Frau bekommt Kathrin einen Schlaganfall. Von da an kümmert sich ihre Nichte Vera, die Journalistin ist, um dihre Tante und deren Wohnung. Dabei kommt sie einem lange gehüteten Familiengeheimnis auf die Spur. Und dann gibt es noch Manolis Lefteris, einen Sohn griechischer Gastarbeiter, dessen Vater als Kind Greueltaten an seiner eigenen Familie mit ansehen musste. Mehr wird hier nicht verraten…

Es geht in diesem ergreifenden Buch um Vergangenheitsbewältigung und Familiengeschichten, aber es soll auch gezeigt werden, dass all die grausamen Taten, während des Zweiten Weltkrieges stattgefunden haben, niemals in Vergessenheit geraten sollten.

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und das ich bestens weiterempfehlen kann. Ich gebe für diesen Roman volle Punktzahl: fünf Sternchen!

Thomas Käsbohrer: Die vergessenen Inseln. Eine Reise durch die Geschichte der Welt und zu mir selbst

Thomas Käsbohrer: Die vergessenen Inseln. Eine Reise durch die Geschichte der Welt und zu mir selbst

Werbung (unbezahlt)

vergesseneninseln15-7-2018.jpg

Werbung (unbezahlt)

Sowohl Buchcover als auch Klappentext sprachen mich bei Thomas Käsbohrers Buch „Die vergessenen Inseln. Eine Reise durch die Geschichte der Welt und zu mir selbst“ sofort an. Man sieht auf dem blauen Cover, das das Meer darstellt, die gezeichnete Insel Mallorca: „Maiorca“.

Auf den Innenseiten vorn und hinten im Buch findet man Karten, die dem Leser bei der Lektüre sehr hilfreich sind. Die Orte, die der Autor bereist hat, und die im Buch vorkommen, sind gekennzeichnet.

Thomas Käsbohrer ist begeisterter Segler und verbringt neun Monate im Jahr auf seinem Boot Levje. Auf seiner Reise über das Mittelmeer macht er Station an großen, bekannten Orten wie Sizilien, Mallorca, Malta, Venedig oder Kreta, er steuert aber auch unbekanntere Ziele an.

An jeder Station erfährt man Wissenswertes über den Ort und dessen Geschichte. Die Berichte sind stets interessant geschrieben und man liest mit großer Neugier, da man immer wieder Neues dazu lernt. Was hat z.B. eine schwangere Frau aus Stein mit Paros zu tun? Man wird in Sizilien in die Villa eines Tierhändlers entführt, erfährt in Venedig vom Kaufhaus am Rialto, lernt, warum Skorpios eine Insel für zwei Liebende war und warum die Schwammtaucher von Chalki ausgewandert sind. Zeitlich erstrecken sich die Geschichten von der Steinzeit bis zur Gegenwart.

Neben den historischen Fakten und den Beschreibungen der angesteuerten Orte lernt der Leser vieles über das Segeln, die Gefahren auf dem offenen Meer, etc. Die Handgriffe und das Leben auf dem Boot werden sehr ausführlich beschrieben, was mir persönlich dann manchmal doch etwas zu viel wurde. Dagegen habe ich die ausführlichen historischen Informationen über die Inseln mit großer Begeisterung gelesen. Aber das ist Geschmackssache. Wer sich fürs Segeln interessiert, wird sicherlich anders darüber denken.

Die Sprache des Autors ist sehr gut und flüssig lesbar. Man taucht sofort in die Geschichte der jeweiligen Insel ein und kann sich alles wunderbar vorstellen.

Ein schönes, interessantes und lehrreiches Buch! Da aber die Ausführungen über das Segeln für mich persönlich zu lang waren, mich nicht so sehr interessierten und sich deswegen etwas hinzogen, gebe ich dem Buch insgesamt 4 von 5 Punkten.

Daniela und Tobias Gronau: Das große Mix Kochbuch. Über 100 Rezepte für den Thermomix

 

Daniela und Tobias Gronau: Das große Mix Kochbuch. Über 100 Rezepte für den Thermomix

*Werbung*

mixkochbuch1-8-2018.jpg

*Werbung*

Ich koche täglich und verwende dazu hin und wieder auch den Thermomix, wenn es mal schnell gehen soll. Deswegen war ich sehr auf Daniela und Tobias Gronaus Buch „Das große Mix Kochbuch. Über 100 Rezepte für den Thermomix“ gespannt.

Nun habe ich inzwischen schon einige Gerichte ausprobiert und ich muss sagen, ich bin begeistert, weil alles super gelungen ist und geschmeckt hat und weil ich durch dieses Buch auch mal Gerichte gekocht habe, die ich noch nie zubereitet hatte.

Im Buch findet man nicht nur Rezepte, sondern am Anfang auch Wissenswertes über den Thermomix, so z.B. werden die Bestandteile des Geräts beschrieben, wie man optimal dampfgart, wie man den Mixtopf am besten reinigt etc. Das alles war nichts Neues für mich, ich habe es aber trotzdem durchgelesen. Für Anfänger mit dem Thermomix sind diese Seiten aber sicherlich hilfreich.

Der Rezeptteil ist in verschiedene Sparten unterteilt: Fingerfood, Salate, Suppen, Fleisch, Fisch, Vegetarisches, Veganes, herzhaftes Gebäck, Aufstriche, Partyrezepte, Nachtisch, süßes Gebäck, Getränke und Mitbringsel. Hier findet also bestimmt jeder sein Lieblingsgericht. Bei den Rezepten selber ist auf einer Seite jeweils das fertige Gericht abgebildet, auf der anderen Seite findet man eine sehr ausführliche Beschreibung des Rezepts. Hier kann also wirklich überhaupt nichts schiefgehen, wenn man Schritt für Schritt vorgeht. Auch Anfänger werden bestimmt keine Probleme mit den Rezepten haben. Sehr gut finde ich, dass gleich oben nach dem Namen des Gerichts die Zubereitungszeit angegeben ist. Und links in einer Spalte findet man dann eine Zutatenliste. Die Gerichte sind für vier Personen berechnet.

Wir haben nun schon einges ausprobiert und auch meine Kinder haben mir oft begeistert geholfen. Besonders geschmeckt haben uns der schnelle Rührkuchen für Kinder, die Karamellbrownies, die Kichererbsencreme, die Kräuterkäsespätzle, die Gnocchi mit Tomaten-Ricotta-Soße, die gebratenen Nudeln mit Schweinefilet und die Gulaschsuppe.

Ein richtig tolles Buch, das ich bestens weiterempfehlen kann und dem ich volle Punktzahl gebe: fünf Sternchen! Wir werden immer wieder etwas daraus kochen!