Tim Bauerschmidt, Ramie Liddle: Driving Miss Norma – Sag ja zum Leben

Tim Bauerschmidt, Ramie Liddle: Driving Miss Norma – Sag ja zum Leben

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Die Geschichte über Miss Norma und ihre große Reise habe ich immer sehr gerne bei Facebook verfolgt. Als ich erfahren habe, dass es dazu auch ein Buch gibt, musste ich es unbedingt lesen.

Das Buchcover finde ich sehr nett und ansprechend gestaltet. Man sieht darauf eine ältere Dame mit einem großen weißen Hund in einem knallroten Fahrzeug sitzen. Im Hintergrund erkennt man eine schöne, weite Landschaft mit Bergen und einen strahlend blauen Himmel. Das passt perfekt zur Thematik des Buches.

Miss Norma ist eine liebe alte Dame von 90 Jahren. Sie ist verwitwet und erfährt, dass sie Krebs hat. Doch statt sich in Behandlung zu begeben und ihre letzte Zeit in Krankenhäusern zu verbringen, beschließt sie, ihr Leben noch so zu genießen, wie es eben in ihrer Situation möglich ist. Mit Sohn und Schwiegertochter und großem Hund begibt sich Norma in einem Wohnmobil auf ihre letzte Reise hier auf Erden durch die USA.

Das Buch ist in einer sehr gut verständlichen und bestens lesbaren Sprache geschrieben. Immer wieder gibt es wunderschöne Fotos von Miss Norma an den unterschiedlichsten Orten. Ich konnte diesen ungewöhnlichen, lebensbejahenden Reisebericht kaum mehr aus den Händen legen, so gefesselt war ich von der Geschichte über diese starke Frau. Sie wuchs mir beim Lesen so richtig ans Herz und ich freute mich mit ihr, wurde aber auch sehr wehmütig, als ich merkte, wie ihr nach und nach die Kräfte schwanden. Legte sie zu Beginn der Reise noch einige Schritte zu Fuß zurück, war sie dann doch immer mehr auf den Rollstuhl angewiesen. Das Ende dieses Buches ist natürlich offensichtlich und gerade deswegen hoffte man beim Lesen immer, dass dieser alten Frau noch einige Wochen und Tage geschenkt würden.

Ein wirklich sehr empfehlenswertes, aber auch emotionales Buch, das ich bestens weiterempfehlen kann und dem ich volle Punktzahl gebe: fünf Sternchen!

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Randall Monroe: What if? Was wäre wenn? – Wirklich wissenschaftliche Antworten auf absurde hypothetische Fragen

Randall Monroe: What if? Was wäre wenn? – Wirklich wissenschaftliche Antworten auf absurde hypothetische Fragen

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Wer meint wissenschaftliche Bücher über Physik, Mathematik oder Chemie sind zu trocken, dem möchte ich heute ein wirklich interessantes Buch ans Herz legen: Randall Monroe: „What if? Was wäre wenn? – Wirklich wissenschaftliche Antworten auf absurde hypothetische Fragen“.

Schon das Buchcover gefällt mir sehr gut. Man sieht darauf ein Loch, aus dem die Tentakeln eines Tieres ragen. Oben drüber hängt ein schwarzer Dinosaureier an einem Seil.

In diesem sehr kurzweiligen Buch erklärt der Autor, der selbst Roboteringenieur bei der NASA war, hypothetische Fragen sehr genau und äußerst interessant. Die Sprache ist alles andere als trocken und wunderbar zu lesen. Viele witzige Zeichnungen erklären die Sachverhalte noch zusätzlich.

Die hypotetischen Fragen sind überaus interessant und oft sehr witzig. Wir haben das Buch auch zum Teil mit unseren Kindern besprochen und ihnen einige der Sachverhalte darin erklärt, was sie sehr spannend fanden. Das Buch regt auch durchaus zum Nachdenken an, da man sich selbst zuerst Antworten zu den Fragen ausdenkt. Hier ein paar Beispiele: Wenn man zufällig eine Telefonnummer wählt und „Gesundheit“ sagt, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Angerufene tatsächlich gerade eben genießt hat? Aus welcher Höhe müsste man ein Steak herunterwerfen, damit es gar ist, wenn es auf dem Boden aufkommt? Wie viele Legosteine würde man brauchen, um eine Verkehrsverbindung zwischen London und New York zu bauen und gibt es überhaupt so viele Legosteine? Wann wird Facebook mehr Profile von Toten als von Lebenden enthalten?

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich habe es sehr gern gelesen. Man kann es immer wieder zur Hand nehmen und darin schmökern. Dabei muss man nicht unbedingt der Reihe nach lesen, sondern kann sich die Fragen aussuchen, die einen am meisten interessieren.

Ein wirklich tolles Buch, von dem ich sehr begeistert bin und dem ich die volle Punktzahl gebe: fünf Sternchen!

Ruth Rendell: Alle bösen Geister

Ruth Rendell: Alle bösen Geister

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Ich liebe Bücher von Ruth Rendell, deswegen war ich sehr auf diesen Krimi gespannt.

Optisch gefiel mir dieses Buch sehr gut und auch den Klappentext fand ich sehr interessant. Man sieht auf dem Cover einen Teil einer Häuserzeile. Dunkle Wolken ziehen auf, was ja gut zu einem Krimi passt.

Die Sprache der Autorin ist wie immer sehr gut und flüssig lesbar und bestens verständlich. Ihr Stil gefällt mir einfach immer wieder sehr gut.

In diesem Buch geht es um den Hexam Place, eine der exklusivsten Wohngegenden Londons und seine Bewohner. Man kommt anfangs leider nicht so gut in die Geschichte, weil es sehr viele Personen gibt. Erst so nach und nach erkennt man, wer zu wem gehört und wer in welcher Wohnung wohnt. Die Angestellten der reichen Menschen in dieser Gegend schließen sich zu einer Gemeinschaft zusammen und treffen sich regelmäßig in einem Pub. Zu dieser Gemeinschaft gehören Chauffeure, Gärtner, Köchinnen und andere Angestellte. Ein Mitglied dieser Gemeinschaft ist Rabia, ein muslimisches Kindermädchen, das selbst Mann und Kinder verloren hat. Dann gibt es Thea, die für eine ältere Dame einkauft und einem schwulen Pärchen zur Hand geht und dessen Hochzeit organisiert. Da ist Montserrat, ein Au Pair-Mädchen, das aber lieber das Leben genießt und Shoppen geht, June, die für eine etwas seltsame, angebliche Adelige arbeitet, Henry, der sowohl mit Ehefrau und Tochter seines Arbeitgebers ein Verhältnis hat, Dex, den Gärtner, der eine Zeit lang in der Psychiatrie war usw. Für mich waren das anfangs einfach zu viele Personen auf einmal, was den Lesespaß etwas störte.

Auf den eigentlichen Mord wartet man als Leser des Krimis leider etwas lange. Es geht zunächst nur um ein Portrait der Personen, die am Hexam Place wohnen. Dann ist plötzlich der Liebhaber der Ehefrau eines vermögenden Mannes tot und das Au Pair – Mädchen hilft dem Mann bei der Beseitigung der Leiche. Mehr wird hier aber nicht verraten.

Ich muss sagen, dass ich von diesem Buch leider etwas enttäuscht bin, bzw. mehr erwartet habe, da ich von anderen Büchern der Autorin sehr begeistert war. Dass es sich um einen Krimi handelt, merkt man erst nach vielen, vielen Seiten. Das fand ich etwas schade.

Der Schreibstil ist so schön wie immer, doch leider kam man durch die vielen verschiedenen Personen nicht so leicht in die Geschichte. Erst die zweite Hälfte des Romans fand ich besser.

Deswegen gibt es für dieses Buch von mir nur 3 Sternchen.

 

Patricia Thielemann: Spirit Yoga – Aufrecht, stark und klar im Leben

Patricia Thielemann: Spirit Yoga – Aufrecht, stark und klar im Leben

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Yoga gewinnt immer mehr Anhänger in unserer hektischen, stressigen Welt. Man möchte zur Ruhe kommen, sich auf das Wesentliche konzentrieren und mehr Gelassenheit im Alltag gewinnen. Genau um diese Aspekte und viel mehr geht es in diesem Buch von Patricia Thielemann.

Das Buchcover des Hardcoverbuches finde ich sehr ansprechend. Man sieht darauf ein Bild der Autorin auf dunkelblauem Hintergrund.

Nach einer Einleitung erfährt man viel über das Leben von Patricia Thielemann. Sie erklärt, wie sie zu Yoga gekommen ist, wie sie Spirit Yoga gegründet hat und klärt den Leser über die Wirksamkeit von Yoga auf.  Dann schreibt sie über die Philosophie des Spirit Yoga. Man erfährt außerdem, wie man Yoga-Lehrer wird, welche Rituale es bei Yoga gibt, man lernt über die Philosophie von Yoga, über Anatomie. Dabei kommen auch andere Personen zu Wort, was ich überaus interessant fand. Im Anschluss an die Biografie und die lehrreichen Fakten über Yoga erklärt die Autorin ihre wichtigsten Yogahaltungen wie z.B. die Berghaltung, den herabschauenden Hund, die unterstützende Schulterbrücke, den unterstützenden Schulterstand, den Seitliegestütz usw.

Egal ob als Yogaanfänger oder Yogaprofi, dieses wunderbar geschriebene Buch gibt jedem etwas. Es ist also meiner Meinung nach für Laien und Profis gleichermaßen geeignet. Die Sprache der Autorin ist sehr gut verständlich und liest sich sehr flüssig.

Ich finde dieses Buch von Patricia Thielemann eine perfekte Mischung aus Biografie, Philosophie, Theorie und Praxis des Yoga. Das Buch konnte ich kaum mehr aus der Hand legen, so interessant war es für mich. Ich werde auch einige Übungen daraus für mich selbst übernehmen und kann dieses tolle Buch bestens weiterempfehlen. Für dieses wunderschöne Buch gibt es von mir volle Punktzahl: fünf Sternchen!

Abigail Tucker: Der Tiger in der guten Stube. Wie die Katzen erst uns und dann die Welt eroberten

Abigail Tucker: Der Tiger in der guten Stube. Wie die Katzen erst uns und dann die Welt eroberten

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Als Katzenliebhaberin und Katzenbesitzerin war ich sehr auf dieses Buch gespannt. Schon das Buchcover weckte mein Interesse und auch der Klappentext klang sehr vielversprechend.

Optisch finde ich das Buch bereits sehr schön. Es handelt sich um ein Hardcoverbuch, das auch ohne Umschlag mit seinem Ockerton sehr hübsch ist. Die Umschlaggestaltung ist sehr treffend und passend zum Thema des Buches. Man sieht auf dem weißen Umschlag ein wunderschönes, fast schon überdimensional großes Kätzchen, das auf einem klitzkleinen hellgrauen Sofa sitzt.

Auch innen ist das Buch wunderschön gestaltet. So findet man auf vielen Seiten tolle Zeichnungen von Katzen und viele, viele Pfotenabdrücke, als ob Kätzchen über die Seiten gelaufen wären.

Die Sprache der Autorin, die selbst auch Katzenbesitzerin ist, liest sich sehr gut und flüssig. Immer wieder werden Anekdoten eingebaut, die einen als Leser oft schmunzeln lassen und so manches scheint einem als Katzenbesitzer und Katzenfreund auch bereits passiert zu sein…

Sehr schön finde ich, dass das Thema „Katze“ von verschiedenen Seiten beleuchtet wird. So wird einmal aus Sicht der Autorin, aber auch aus Sicht von Naturschützern oder Wissenschaftlern berichtet. Man erfährt davon, wie die wilde Katze domestiziert wurde, wie sie sich ausbreitete, aber auch welche negativen Auswirkungen die Ausbreitung der Katze auf die Tierwelt hat. Und auch über die Eigenheiten der Katze wird berichtet. Besonders ergreifend für mich war der Teil, in dem beschrieben wird, wie in Tierheimen in den USA mit umherstreunenden Katzen umgegangen wird.

Mir hat dieses Buch, das für mich ein lehrreiches Sachbuch mit eingestreuten Anekdoten ist, sehr gut gefallen und ich kann es Katzenliebhabern bestens empfehlen. Da es sich so gut liest, konnte ich es kaum mehr aus den Händen legen. Auch wenn man meint, viel über das Thema Katze zu wissen, kann man bei dieser Lektüre doch noch sehr viel Neues dazulernen.

Ich gebe diesem wundervollen Katzenbuch volle Punktzahl: fünf Sternchen!