Gelesen im August 2014

Gelesen im August 2014

Auch im August habe ich wieder so einige Bücher neben den zu rezensierenden Krimis und Romanen gelesen. Ich hätte mir gewünscht, mehr abends draußen auf dem Balkon oder der Terrasse zu lesen, doch leider war dieser Sommer bei uns zu kalt und verregnet. Deswegen habe ich es mir meist im Wohnzimmer, oft sogar mit Kuscheldecke bequem gemacht und geschmökert. Alle Bücher, die ich hier vorstelle, stammen aus unserer örtlichen und wirklich sehr gut geführten Bibliothek.

gelesenaugust2014-3


Jennifer L. Armentrout: Obsidian – Schattendunkel: Dieses Buch, das eigentlich ein Jugendbuch ist, hat mir die Chefin der Bücherei, die eine Freundin von mir ist, empfohlen. Und ich muss sagen, ich bin total begeistert und konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Den Nachfolgeband werde ich auf alle Fälle lesen, sobald wir ihn hier in der Bücherei haben. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich anfangs nach den ersten Seiten immer wieder dachte, dass das Buch ein Twighlight-Abklatsch sei. Vieles erinnerte mich einfach im ersten Drittel des Buches sehr an diese Reihe. Doch dann kam ich immer besser in den Roman und war begeistert. Katy ist 17 und erst kürzlich in einen kleineren Ort umgezogen. Es geht das Gerücht um, dass im nahen Gebirge und um den Ort herum seltsame Lichter und leuchtende Menschen gesehen wurden. Schon bald nach ihrem Einzug lernt Katy ihre neuen Nachbarn kennen. Die beiden sehr geheimnisvollen Jugendlichen scheinen dort ohne ihre Eltern zu leben, was Katy schon etwas seltsam vorkommt. Doch bald freundet sie sich besonders mit dem Nachbarsmädchen an. Mit dem Nachbarsjungen versteht sie sich anfangs nicht so gut. Mehr wird hier aber nicht verraten… Ich jedenfalls freue mich schon auf den zweiten Band.

400 Seiten

Dann habe ich im August noch so einiges an Kochbüchern durchgelesen. Ich liebe das, denn oft weiß man nicht, was man so alles kochen soll. Kochbücher geben mir dann immer tolle Anregungen.

gelesenaugust2014-1


Cristina Bottari: Mamma Mia – Rezepte und Küchengeschichten aus Italien
: Wir lieben die italienische Küche. In diesem Buch findet man sehr leckere original italienische Rezepte, tolle nostalgische Familienbilder und Informationen. Italienische Mamas geben viele Tipps, so dass das Essen bestens gelingen kann. Darüber hinaus erfährt man so einiges über klassische italienische Zutaten, über die Kindheit der Autorin in Italien und man findet auch immer passende Weinempfehlungen. Ein tolles Buch, aus dem ich sehr gerne einige Gerichte nachkochen werde.

288 Seiten

Dorah Sitole: Das Afrika-Kochbuch – Die 160 besten Originalrezepte von Kairo bis Kapstadt: Ich liebe ja afrikanische Länder, deswegen koche ich öfter auch mal Gerichte aus dieser Region nach. Das Buch liefert viele verschiedene Rezepte aus 19 Ländern. Sehr interessant finde ich auch, dass man so einiges über die verschiedenen Völker, deren Geschichte und Kultur erfährt. En wirklich tolles, sehr interessantes Kochbuch!

168 Seiten

gelesenaugust2014-2


Lisa Pfleger: Vegan regional saisonal – Einfache Rezepte für jeden Tag: Wir sind keine Veganer und auch keine Vegetarier. Gerne genießen wir mal ein gutes Stück Fleisch und Wurst, aber das muss nicht täglich sein. Sehr gerne kochen wir eben auch vegetarisch oder sogar vegan. Dazu benutzen wir im Moment hauptsächlich das Obst und Gemüse, das wir aus unserem Garten haben. Das Buch zeigt wirklich leckere vegane Rezepte. Großer Wert wird auf regionale und saisonale Zutaten gelegt, was wir für uns auch immer sehr wichtig finden.  Ich finde das Buch toll und werde viele Gerichte daraus nachkochen.

192 Seiten

Levi Roots: Cooking is fun: Und noch ein Kochbuch habe ich im August gelesen. Auch dieses Buch hat mir sehr, sehr gut gefallen und auch hier werde ich so einiges nachkochen. Levi Roots zeigt hier eine große Auswahl an karibischen Gerichten. Gerichte aus exotische Gewürze und Zutaten, jamaikanische Familienrezepte, aber auch Gerichte für verschiedene Gelegenheiten wie Party, Picknick, Barbecue etc. findet man in diesem tollen Kochbuch!

256 Seiten

Gelesene Seiten insgesamt im August 2014: 1304

Advertisements

Gelesen im Juli 2014

Gelesen im Juli 2014

Beim Durchsehen meiner Bilder habe ich bemerkt, dass ich euch noch gar nicht meine Bücher vorgestellt habe, die ich neben den zu rezensierenden Büchern im Juli gelesen habe. Da ich sie aber sehr interessant fand, zeige ich sie euch heute noch kurz. In den nächsten Tagen folgt dann ein Post über meine gelesenen Bücher im August.

Im Juli habe ich nicht nur Romane, sondern auch viele Sachbücher gelesen. Alle Bücher aus diesem Post stammen aus unserer örtlichen Bücherei:

gelesenjuli2014-1


Marlene Bunke: Zauberhafte Gartenfeste: Dieses Buch gibt wunderschöne Tipps und Rezepte für sommerliche Gartenfeste. Schon allein die tollen Bilder anzusehen war ein Genuss. Ich habe dieses Buch sehr gerne durchgeschmökert und werde mir den ein oder anderen Vorschlag merken. 64 Seiten

Klay Lamprell: Für Eltern verboten – London – Der cool-verrückte Reiseführer: Dieses Buch ist eigentlich für Kinder und Jugendliche. Ich habe es aber in der Bücherei entdeckt und da ich ja ein großer England- und London-Fan bin, habe ich es mir gleich mal ausgeliehen. Die meisten Fakten darin waren mir aus meinem Anglistik-Studium und von meinen Englandaufenthalten natürlich schon bekannt, aber der etwas andere Reiseführer war sehr nett durchzulesen. Auf einfache Art und Weise erfährt man so einiges über berühmte Personen, Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten. 96 Seiten

Tessa Kiros: Griechenland in meiner Küche: Auch Kochbücher leihe ich mir sehr gerne in unserer Bücherei aus, denn man kann toll darin schmökern, sich an vergangene Urlaube erinnern und Anregungen und neue Kochideen für zu Hause bekommen. Leckere Rezepte und wunderschöne Fotos machen dieses Buch zu einem Genuss. 336 Seiten

gelesenjuli2014-2


Florian Harms: Kulinarisches Arabien: Und noch ein Kochbuch, das mich an meine Urlaube in Nordafrika erinnert, habe ich mir ausgeliehen. Ich mag auch die nordafrikanische Küche sehr gerne. In diesem Kochbuch erfährt man zudem noch vieles über arabische Länder wie Marokko, Tunesien, Ägypten etc.. Wunderschöne Fotos von tollen Landschaften, von bunten Souks usw. lassen einen hinwegträumen. Ein tolles Buch! 272 Seiten

Slobhan Vivian: Nur eine Liste: Dieses Buch ist eigentlich ein Jugendbuch. Ich fand es aber sehr beeindruckend. Die Sprache ist einfach, das Buch schnell und gut lesbar. An der Mount Washington High School wird jedes Jahr eine Liste veröffentlicht, auf der jeweils die Namen der hübschesten und der hässlichsten Schülerin einer Jahrgangs notiert sind. Wer die acht Namen auf der Liste aussucht und wer die Liste schreibt und aufhängt, ist nicht bekannt. Jedenfalls wird die Liste in der Schule unter den Schülern sehr ernst genommen. Und die acht Nominierten sind Neid, Hass und Gelächter preisgegeben. Nicht alle scheinen das zu verkraften und jeder reagiert anders auf die Nominierung. Über allem schwebt jedoch immer die Frage, wer denn die Liste jedes Jahr schreibt. Ein beeindruckendes Buch, das zeigt, wie sich Menschen nur durch ein Blatt Papier verändern bzw. verhalten. 416 Seiten

Gelesene Seiten im Juli 2014: 1184

Gelesen im Juni 2014

Gelesen im Juni 2014

Im Juni habe ich einiges an Büchern geschafft. Die meisten der Bücher stammen aus der örtlichen Bücherei. Aber ich habe in diesem Monat auch Bücher gelesen, die ich schon lange unbedingt mal lesen wollte.

gelesenjuni2014-1


David Safier: 28 Tage lang: Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen. Ich hatte es erst kürzlich in einem Werbeprospekt einer Buchhandlung gesehen. Da die Chefin unserer örtlichen Bücherei eine sehr gute Freundin von mir ist und immer neue Bücher dafür kauft, habe ich ihr gleich mal gemailt. Und nur kurz darauf hatte sie das Buch für mich in der Bücherei stehen.
Safier kannte ich bisher nur von lustigen Romanen, deswegen war ich auf die Umsetzung dieser sehr ernsten Thematik sehr gespannt. Das Buch ist eigentlich ein Jugendbuch, aber ich finde, auch als Erwachsener ist man von der Geschichte tief beeindruckt. Ich jedenfalls fand diesen Roman einfach sehr gut. Er spielt im Warschauer Ghetto, beschreibt die grausamen Ereignisse und das Leben verschiedener Menschen dort. Hauptperson ist die 16jährige Mira, die mit Schwester und Mutter im Ghetto lebt. Ihr Vater, ein Arzt, beging Selbstmord, weil er mit der ganzen Situation nicht mehr klar kam und ihr Bruder schloss sich der Judenpolizei an. Mit ihm haben sie kaum noch Kontakt. Der Ghettoalltag ist grausam, es gibt sehr viel Gewalt und fast nichts zu essen. Deswegen beginnt Mira für sich und ihre kleine Familie Essen zu schmuggeln. Irgendwann kommt sie mit einer Widerstandsgruppe im Ghetto in Kontakt und schließt sich ihr irgendwann an, als sie erfährt, dass alle Ghettobewohner umgebracht werden sollen. Es beginnt ein Kampf um Leben und Tod. Mira und den anderen bleiben 28 Tage.
Doch auch trotz all der Grausamkeiten und Verluste lieber Menschen im Ghetto gibt es auch zwei junge Männer, in die Mira sich verliebt. Für wen wird sie sich letztendlich entscheiden und wie viele Tage bleibt dieser jungen Liebe? Auch wenn Mira eine fiktive Person ist, leidet und fühlt man mit. Safier hat nämlich sehr gut recherchiert und beschreibt reale politische Ereignisse und die reale Situation der Menschen im Ghetto. Gerade deswegen ist der Roman auch so authentisch. wahnsinnig spannendes und mitreißendes Buch, über das man nach der Lektüre aber noch lange nachdenkt. Es geht schon ziemlich nah.

416 Seiten

Regina Schneider: Hofladenküche: Auch dieses Buch stammt aus der Bücherei. Ab und zu liebe ich es, in Kochbüchern zu schmökern, noch dazu wenn man auch noch so einiges mehr erfährt, z.B. über Hofläden, saisonale Produkte, Resteverwertung etc. Ich mag es gerne nach der Saison zu kochen. Da wir auch einen großen Garten haben, in dem so einiges an Obst und Gemüse wächst, schaue ich gern nach saisonalen Rezepten, die ich noch nicht kenne. Sehr schön an diesem Buch finde ich auch, dass es auch alte, vergessene Rezepte enthält. Ich werde sicherlich so einiges daraus nachkochen.

192 Seiten

gelesenjuni2014-2


Risalka Reh: Sommer auf Balkonien
: Dieses Buch habe ich mir pünktlich zu den Pfingstferien aus der Bücherei geholt. Es ist eigentlich ein Jugendbuch,das ich aber für mich ausgeliehen habe. Als meine beiden großen Töchter mich dann fragten, worum es in diesem Buch geht, waren sie so neugierig, dass sie das ganze Buch von mir vorgelesen bekommen wollten. Und sie hatten mit ihren 7 und 5 Jahren großen Spaß. So haben wir uns also in den Garten gelegt oder uns auf eine unserer Bänke gesetzt und es wurde gelesen und gelauscht. Das Buch hatten wir in nur zwei Tagen durch und fanden es richtig schön.
Die beiden Kinder Pontus und Lenka fahren in den Ferien nicht in den Urlaub. Dafür bekommen sie den großen Balkon ihrer Wohnung für diese Zeit ganz für sich allein. Sie schaffen sich ihr eigenes Königreich und erleben so manches Abenteuer. Ihre Nachbarin wird zur Regentin eines anderen Königreiches und sie schreiben sich Zettelchen durch eine Dosenpost. Es gibt auch ein schönes Fest für ihre Eltern und die Nachbarin auf Balkonien, das die Kinder ganz allein vorbereiten. Und dann gibt es noch diesen ungezogenen, nervigen Nachbarjungen, vor dem nicht mal der Dackel des Hausmeisters sicher ist…
Ein wirklich bezauberndes Buch zum Dahinträumen.

112 Seiten

Li Hong: Der Duft meiner Heimat. Die wunderbaren Rezepte meiner chinesischen Familie: Und noch ein Kochbuch habe ich im Juni aus der Bücherei ausgeliehen. Hier findet man wirklich leckere chinesische Gerichte. Da ich gern asiatisch esse und koche, konnte ich mir aus diesem Buch tolle Anregungen holen. Sehr schön fand ich, dass die Rezepte eingebettet waren in die Familiengeschichte der Autorin. Es gab auch viele schöne alte Fotos. Ein wirklich tolles Buch, das ich nur empfehlen kann!

144 Seiten

gelesenjuni2014-3


Thomasina Miers: Mexikansich kochen ganz einfach: Und dann habe ich mir diesen Monat noch ein weiteres Kochbuch aus der Bücherei geliehen. IIch esse und koche auch sehr gerne mexikanisch, deswegen habe ich sehr gerne in diese Kochbuch geschmökert. Auch hier werde ich einige Rezepte nachkochen. Die Autorin hat ein mexikanisches Restaurant in London. Tolle Bilder der Gerichte machen Lust aufs Nachkochen. Ein wirklich schönes Buch!

224 Seiten

Raymund Krauleidis: Achtung Globetrottel – Wovor Sie sich im Urlaub hüten sollten: Dieses Buch habe ich von meiner Mama bekommen. Es ist ein witziges Buch für zwischendurch und für die Urlaubszeit. Gelesen ist es ziemlich schnell und oft muss man wirklich schmunzeln. Es ist angeordnet wie ein Lexikon. Das Buch beschreibt Eigenheiten und „Krankheiten“ von Urlaubern und während des Lesens kann man sich bestens an Situationen im Urlaub erinnern, als man Menschen beobachtet hat, die sich genauso verhielten. Jeder kennt doch wohl die „Krankheit“ Sandalismus, bei der URlauber in „Schicken“Sandalen mit weißen Tennissocken herumlaufen.Oder habt ihr euch noch nie über diese Unart geärgert, dass manche Menschen schon um 5 Uhr morgens „ihre“ Liegen mit dem Handtuch reservieren oder immer die ersten sind, die ans Buffet stürmen… Das Buch ist also keine tiefgründige Lektüre, aber doch recht witzig zu lesen.

224 Seiten

Marlen Haushofer: Die Wand: Dieses Buch stand schon lange auf meiner Wunschliste. Kürzlich erst habe ich es bei ebay ersteigert und es dann an zwei Abenden gelesen. Ich bin immer noch total fasziniert von diesem tollen Buch, das bereits Ende der 60er Jahre erschien. Eine Frau um die 40, die im ganzen Roman namenlos bleibt, möchte mit einem befreundeten Ehepaar und dessen Hund ein Wochenende auf einer Jagdhütte in den Bergen verbringen. Das Ehepaar geht noch schnell ins Dorf, die Frau und der und bleiben auf dem Berg. Doch das Ehepaar kommt nicht mehr zurück und als die Frau sich auf die Suche nach den beiden machen möchte, stößt sie plötzlich auf dem Weg ins Dorf an eine unsichtbare Wand. Diese Wand schließt sie völlig ein, egal, in welche Richtung von der Hütte sie sich auf den Weg macht. Auf der anderen Seite der Wand gibt es zwar Menschen, doch scheinen diese tot zu sein, so wie alle Lebewesen jenseits der Wand. Die Menschen scheinen wie erstarrt, egal was sie gerade getan haben, sie hielten in dieser Bewegung inne. Die Frau beginnt sich nun mit ihrer auswegslosen Situation abzufinden. Irgendwann läuft ihr eine Kuh zu, dann eine Katze. Sie entdeckt auf der Hütte und auf einer auch innerhalb der Wand liegenden Alm Kartoffeln und Bohnen, mit denen sie sich einen Garten anlegt. Irgendwie muss sie ja überleben. Sie beginnt auch Wild zu jagen, denn in der Hütte gibt es ein Gewehr und Munition. Auf alte Kalenderblätter beginnt sie irgendwann ihre Geschichte niederzuschreiben. Ich fand das Buch sehr bewegend und habe noch lange darüber nachgedacht. Allerdings bleiben am Schluss viele, viele Fragen offen. Aber das soll wohl so sein…

288 Seiten

Gelesene Sieten insgesamt im Juni 2014:

Gelesen im Mai 2014

Gelesen im Mai 2014

Bevor der Juni bald zu Ende geht, muss ich euch unbedingt noch zeigen, welche Bücher ich im Mai 2014 neben den zu rezensierenden Büchern gelesen habe.

Eines der Bücher stammt aus der örtlichen Bücherei:

gelesenmai2014-1


Christiane zu Salm: Dieser Mensch war ich. Nachrufe auf das eigene Leben: Dieses Buch ist schwere Kost. Kann man deswegen sagen, es hat einem gefallen und man hat es gerne gelesen? Ja, ich denke schon… Es handelt sich bei diesem Buch um reale Tatsachen. Sterbenskranke Menschen, die wussten, dass sie in den nächsten Monaten, Wochen oder sogar Tagen sterben würden, haben mit der Autorin Nachrufe auf ihr eigenes Leben verfasst. Sie haben darin über große Ereignisse in ihrem Leben, über ihnen Wichtiges, über Versäumtes und ihre Träume geschrieben. Ich fand diese Berichte wahnsinnig faszinierend und musste während des Lesens sehr oft innehalten und das Buch zur Seite legen, denn das alles geht schon sehr nah. Ein wirklich faszinierendes Buch, das einem zeigt, dass man das Leben genießen sollte. Sehr schnell kann alles vorbei sein.

256 Seiten

Und dann habe ich noch ein Buch gelesen, das völlig anders als das oben genannte war. Ich habe es von meiner Mama ausgeliehen:

gelesenmai2014-2
Yahya Hassan: Gedichte: Gedichte mag ich sehr gerne und lese öfter zwischendurch mal Gedichtbände. Dieser Band ist optisch sehr einfach gehalten: Ein schwarzes Hardcoverbuch mit dem Namen des Autors in großen weißen Buchstaben. Hassan lebt in Dänemark als Sohn palästinensischer Flüchtlinge und schreibt seine Erlebnisse in Gedichten nieder. Diese Gedichte darf man sich allerdings nicht als herkömmliche Gedichte vorstellen, denn es gibt darin keine Reime, keine Groß- und Kleinschreibung, etc., Für mich muss das ein Gedicht bei Weitem nicht haben, Poesie kann auf herkömmliche Regeln verzichten, aber diese Gedichte waren mir nach etwa einem Viertel des Buches dann doch zu viel. Ich habe das Buch trotzdem vollständig durchgelesen, wenn mich die Seiten dann auch irgendwann langweilten und ich die vulgäre Sprache und die sich wiederholenden Themen nicht mehr hören konnte. Der Autor schreibt über seine schwere Kindheit mit fehlender Liebe und viel Gewalt, er erzählt über seine kriminelle Jugend, seine Zeit im Gefängnis usw. Klar ist das kein einfaches Leben, aber mir persönlich waren die Gedichte einfach zu primitiv, zu hasserfüllt und ordinär.

176 Seiten

Kennt jemand von euch diese beiden Bücher und wie fandet ihr sie?

Gelesene Seiten insgesamt im Mai 2014: 432

Gelesen im April 2014

Gelesen im April 2014

Im letzten Monat habe ich neben den zu rezensierenden Büchern noch zwei weitere Romane gelesen. Diese möchte ich euch heute noch kurz vorstellen.

gelesenapril2014

Antonia Michaelis: Der Märchenerzähler

Dieses Buch hat mir eine meiner Freundinnen, die Leiterin der örtlichen Bücherei ist, empfohlen. Sie hat nämlich schon von mehreren Lesern gehört, dass sie bei der Lektüre dieses Buches weinen mussten oder sehr traurig waren. Da war ich dann doch sehr gespannt auf dieses Werk.
Anfangs liest es sich wie ein Jugendroman, in dem es um Schule, Probleme und erste Liebschaften geht. Abel ist ein Außenseiter in der Schule. Er dealt mit Drogen, schwänzt oft die Schule. Anna verliebt sich in ihn, hält das aber vor Freundinnen geheim. Sehr gut gefällt Anna, dass sich Abel rührend um seine kleine Schwester kümmert und dass er ihr und der Schwester wundervolle Märchen, die er sich selbst ausgedacht hat, erzählt. Irgendwann in der Mitte des Buches weiß man nicht mehr, ob das Märchen auch wirklich nur ein Märchen ist, oder ob Abel eine grausame Wirklichkeit erzählt und Anna und seine Schwester vor etwas warnen möchte. Seltsam erscheint Anna, dass Abel nicht viel von seinen Eltern erzählt. Und bei ihren Besuchen in Abels Wohnung wird ihr immer klarer, dass er dort mit der kleinen Schwester allein wohnt. Angeblich sei die Mutter davongelaufen. Und dann geschieht der erste Mord…
Ich fand das Buch auf den ersten Seiten und etwa bis zur Hälfte nicht schlimm. Deswegen habe ich mich immer wieder gefragt, warum viele Leser den Roman so bewegend fanden. Doch dann änderte sich der Plot, es geschahen seltsame und schlimme Dinge und ich war regelrecht gefesselt. Das Ende fand ich erschreckend. Aber mehr will ich hier nicht verraten… Jedenfalls liest sich das Buch sehr gut und flüssig. Geweint habe ich zwar nicht, aber etwas entsetzt war ich am Schluss dann doch und habe noch lange über die Geschichte nachgedacht!

447 Seiten

Alfred Goubran: Durch die Zeit in meinem Zimmer

Dieses Buch habe ich von meiner Mama geschenkt bekommen. Auch sie hat es gelesen und sie fand es gut. Es ist keine leichte Lektüre, sondern doch etwas Tiefgründigeres. Während der Lektüre muss man schon mitdenken und kann das Buch also nicht mal schnell zwischendurch lesen. Ich aber fand es toll. Es erinnerte mich etwas an Kafka.
Wie  beim oberen Buch verschwimmen auch hier irgendwann die Grenzen zwischen Realität und Traum. Elias lebt allein, ist ein Träumer und hat kaum richtige Freunde. Er stammt aus wohlhabendem Elternhaus, lebt aber am Rande der Gesellschaft und ist dem Alkohol verfallen. Da erkrankt Elias plötzlich und verfällt körperlich immer mehr. Hier beginnt die zweite Handlungsebene des Buches mit einer Reise zu einem schwarzen Schloss und man weiß nicht, ob Elias das wirklich erlebt, oder ob ihm seine Sinne einen Streich spielen und er das Ganze nur träumt.
Die Sprache ist sehr metaphorisch und bildlich. Man legt das Buch oft zur Seite und denkt über das eben Gelesene nach. Ein philosophisches, tiefgründiges Buch, das mir wirklich gut gefallen hat.
Schön finde ich das Cover des Hardcoverbuches und dass das Buch ein Lesebändchen hat. Diesen Roman werde ich sicherlich wieder einmal zur Hand nehmen. Denn ich denke, auch beim zweiten Lesen kann man noch einiges erfahren…

196 Seiten

Gelesene Seiten insgesamt: 643