Marie Jansen: Als wir Schwestern waren

Marie Jansen: Als wir Schwestern waren

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Marie Jansen kannte ich als Autorin bisher noch nicht, doch ich bin was Autoren betrifft immer gerne offen für Neues.

„Als wir Schwestern waren“ gefiel mir schon vom Buchcover her sehr gut. Man sieht darauf eine Frau, die in ihren Händen mit rot lackierten Fingernägeln ein kleines Karussell mit Pferden hält. Liest man den Klappentext, so passt das Cover bestens zum Inhalt des Buches, da es hier ja auch um die Welt der Schausteller, des Zirkus geht.

Das Buch spielt in zwei verschiedenen Zeiten, nämlich in der Gegenwart und um 1916. Die Kapitel sind jeweils mit Jahreszahlen gekennzeichnet, so dass man keinerlei Probleme hat, sich zurechtzufinden.

Gleich zu Beginn des Romans lernt man Simone kennen, die in der Gegenwart lebt, und die für eine ihrer Kundinnen einen Sattel und einen Koffer ersteigert. In dem Koffer befinden sich Briefe und Tagebuchaufzeichnungen, die im Jahr 1916 anfangen. Interessiert beginnt Simone darin zu lesen.

Und hier beginnt dann auch die zweite Handlung. Man ist plötzlich im Hamburg von 1916. Elisabeth und Vivianne sind zwei Schestern aus sehr gutem Hause. Charakterlich sind die beiden jungen Damen völlig unterschiedlich. Während  Elisabeth brav und ruhig ist, ist Vivianne ein Wirbelwind und kennt scheinbar keine Grenzen. Sie verliebt sich in den Franzosen Philippe, einem Kunstreiter im Zirkus. Das ist bei ihren Eltern natürlich nicht gern gesehen, zumal Deutschland im Krieg steht und der Geliebte auch noch Franzose ist. Vivienne brennt eines Tages mit ihrem Philippe durch. Jahre später, Elisabeth ist inzwischen leider kinderlos verheiratet, findet sie plötzlich ein Baby vor der Tür… Mehr möchte ich an dieser Stelle allerdings nicht verraten.

Die Sprache der Autorin finde ich sehr angenehm und sehr gut lesbar. Sehr gut gefallen haben mir die Briefe und Tagebuchaufzeichnungen. So macht das Lesen gleich noch viel mehr Spaß.

Ich habe das Buch sehr gern gelesen und konnte es fast nicht mehr aus den Händen legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Vivienne und Elisabeth weitergeht.

Schade fand ich irgendwie, dass der Großteil des Buches in der Gegenwart spielte. Ich hätte hier gern noch mehr in die Vergangenheit eintauchen wollen. Nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich das vom Buch eigentlich erwartet. Die Schilderungen in der Gegenwart fand ich an manchen Stellen etwas zu ausführlich und langatmig. Deswegen gebe ich diesem Roman nur vier Sterne.

Ansonsten aber ein durchaus lesenswertes Buch!

 

 

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